Industrieller Standort in den USA angestrebt
Airbus lockt Washington

Sollte sich Washington beim Zuschlag für den Bau eines Tankflugzeuges der US-Luftwaffe für Airbus entscheiden, so strebt der europäische Flugzeugbauer ein industrielles Standbein in den USA an. Das bestätigte Airbus-Chef Noël Forgeard.

HB PARIS. „Es ist sicher, dass wir diesen Schritt in dem Fall tun würden“, sagte Forgeard der französischen Wirtschaftszeitung „Les Echos“. Es gehe nicht um eine Fabrik für die gesamte Herstellung eines Flugzeuges, das in seiner Grundausstattung im südfranzösischen Toulouse gefertigt würde. Die Umrüstung und die „Militarisierung“ des Flugzeuges könnten danach in den USA erfolgen.

Der Boeing-Konkurrent will sich nach Forgeards Worten zunächst einmal beim US-Verteidigungsministerium „bekannt und anerkannt machen und unser A330-Tankflugzeug gut vorstellen“. Völlig ausgeschlossen sei es aber, „dass wir schlicht und einfach eine Airbus-Montagefabrik für Zivilflugzeuge in den USA errichten.“. Es sei nicht vorstellbar, eine der europäischen Airbus-Fabriken dorthin zu transferieren.

Wichtig ist laut Forgeard, dass die amerikanische Einschätzung sich geändert habe. „Wir werden jetzt als normales leistungsfähiges Unternehmen angesehen und nicht mehr als eine Art subventionierte staatliche Einrichtung Europas“, sagte er. Dazu habe unter anderem die mittlerweile veränderte Konzernstruktur von Airbus beigetragen.

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