Industriepolitik
EU wirft USA Subventionierung von Boeing vor

Die Europäische Union hat den Vereinigten Staaten eine massive Subventionierung des Flugzeugbauers Boeing vorgeworfen. In den Jahren seit 1990 seien insgesamt 23,7 Milliarden US-Dollar an Beihilfen gewährt worden, heißt es in einer Stellungnahme der Kommission für die Welthandelsorganisation (WTO).

HB GENF. Die amerikanische Regierung habe Boeing davon 18,9 Mrd. Dollar in Form von Zuschüssen für Forschung und Entwicklung sowie Steuerentlastungen bereitgestellt. Die EU und die USA hatten sich bei WTO gegenseitig wegen der jeweiligen Hilfen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing verklagt. Eine Entscheidung wird nicht vor Februar kommenden Jahres erwartet.

Die USA hatten am Mittwoch Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien vorgeworfen, die europäischen Flugzeugbauer Airbus mit 15 Milliarden Dollar begünstigt zu haben. Mit der Summe sei die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte finanziert worden, hieß es in einer Stellung der US-Regierung. Aus den Zuschüssen habe sich ein Vorteil von über 100 Milliarden Dollar für Airbus ergeben, sagte ein amerikanischer Regierungsvertreter.

Ohne die Subventionen hätte Airbus den Bau von Großflugzeugen nicht finanzieren können. Ein Sprecher der EU wies die Vorwürfe zurück. Anders als bei Boeing müssten Zuschüsse, die Airbus erhalte, von der EADS-Tochter zurück erstattet werden.

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