Infineon
Keine Angst vor der Übernahme

Die prall gefüllte Kasse des Halbleiter-Spezialisten macht Infineon für die Konkurrenz hochinteressant. Chef Peter Bauer sieht die Gefahr einer Übernahme, allerdings keine Käufer. Chipriesen wie Intel hätten kein strategisches Interesse.
  • 0

FRANKFURT. Das Wort "Luxus-Problem" mag Peter Bauer nicht, und doch hat der Chef von Infineon davon gleich mehrere. Nicht nur brummt das Geschäft mit den Chips - etwa für die Autobranche - derart, dass Infineon mit dem Produzieren kaum nachkommt. Auch die Kasse ist prall gefüllt und schreit danach, geleert zu werden.

Über zwei Mrd. Euro wird der noch im Sommer 2009 um seine Finanzierung kämpfende Halbleiter-Spezialist demnächst zur freien Verfügung haben. Nämlich dann, wenn der Verkauf der Handychip-Sparte an Intel abgewickelt sein wird.

Doch Bauer will sich mit dem Ausgeben Zeit lassen. Zwar schließt er Zukäufe nicht aus, sofern sie strategisch sinnvoll seien. "Aber wir haben da keine Eile, wir glauben, dass wir in unseren Märkten die richtige kritische Größe haben", sagte er vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Zuletzt wurde am Markt spekuliert, Infineon könnte bei dem Schweizer Chiphersteller Micronas einsteigen, was aber von Micronas dementiert wurde.

Dass Infineon mit dem ganzen Geld selbst zu einem Übernahmekandidaten wird, will der Chef zwar nicht verneinen. Doch eine konkrete Gefahr sieht Bauer nicht. "Das ist nicht so einfach, wir sind nicht mehr ganz billig", kontert er entsprechende Spekulationen. An der Börse sei das Unternehmen über sieben Mrd. Euro wert, zuzüglich der üblichen Prämie von 30 Prozent sogar neun Mrd. Euro. "In unserer Nische sind alle kleiner, wer also sollte uns kaufen", so Bauer.

Seite 1:

Keine Angst vor der Übernahme

Seite 2:

Kommentare zu " Infineon: Keine Angst vor der Übernahme"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%