Industrie
Infineon soll Benq langfristig weiter beliefern

dpa-afx HAMBURG. Der Chiphersteller Infineon soll auch nach der Übernahme der Siemens -Handy-Sparte durch den taiwanesischen Elektronikkonzern Benq langfristig zentraler Zulieferer bleiben. Infineon solle integrierte Schaltungen für das Handygeschäft liefern, sagte Benq-Chef Lee Kun-yao der "Financial Times Deutschland" (FTD, Mittwoch) und bekräftigte damit frühere Aussagen. Der Umsatz von Infineon mit Benq werde aber vermutlich zurückgehen.

Bislang seien viele Infineon-Technologien exklusiv für Siemens-Mobiltelefone entwickelt worden. Jetzt wolle man eine Standardplattform nutzen, sagte Lee. Analysten waren bislang davon ausgegangen, dass Benq aus Kostengründen auf andere Lieferanten umsteigen könnte.

Während Siemens-Aufsichtsrat Müller Mitte September noch von der vorläufigen Sicherung der Standorte München und Kamp-Lintfort gesprochen hatte, sieht Benq-Chef Lee langfristig das Siemens-Werk in Kamp-Lintfort als einzigen großen Standort in Westeuropa, der erhalten werden soll. Für die fast 3 000 Beschäftigten in Deutschland könnten nach Ablauf der Arbeitsplatzgarantie Mitte 2006 Anpassungen notwendig werden.

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