Information über Konzernzukunft
Brau-und-Brunnen-Verkauf vorerst geplatzt

Für den Verkauf des viertgrößten deutschen Bierherstellers Brau und Brunnen ist offenbar ein neuer Anlauf erforderlich. Die Hypo-Vereinsbank hat laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa die Verhandlungen mit dem US-Finanzinvestor One Equity über den Verkauf ihrer Brautochter abgebrochen.

HB DORTMUND/MÜNCHEN. Brau und Brunnen lud zwar für Dienstag zu einer Pressekonferenz in Dortmund über die Zukunft des Unternehmens. Dem Vernehmen nach soll dabei aber kein anderer Käufer präsentiert werden. Das Flaggschiff von Brau und Brunnen ist die Biermarke Jever.

„Es gibt keinen Abschluss“, hieß es in Branchenkreisen. Damit könnte sich der Verkaufsprozess noch bis ins nächste Jahr hinziehen. Ursprünglich hatte der Vorstandsvorsitzende der Brau und Brunnen AG, Michael Hollmann, einen Abschluss bis zum Jahresende 2003 angestrebt. Zu den Interessenten für den Braukonzern gehörte in den vergangenen Monaten die Radeberger-Gruppe. Die Oetker-Tochter betreibt ebenfalls in Dortmund und Berlin Brauereien und könnte an diesen Standorten Kostenvorteile erzielen. Ob mit ihr Gespräche laufen, ist unklar.

HypoVereinsbank-Chef Dieter Rampl hatte immer wieder betont, dass die Brau-Tochter nur verkauft werde, wenn der Preis stimme. Das Kreditinstitut stehe nicht unter Zeitdruck, der Verkauf sei nicht Teil des derzeit laufenden Konzernumbaus. In Branchenkreisen wurde zudem betont, dass auch die Interessen der Beschäftigten beim Verkauf berücksichtigt wurden. Offenbar muss Brau-und-Brunnen-Chef Hollmann jetzt wieder auf andere Kaufinteressenten wie Radeberger zugehen. Brau und Brunnen ist der viertgrößte Bierhersteller in Deutschland nach Interbrew Deutschland, Holsten und der Radeberger Gruppe.

Bisher galt One Equity Partners (OEP) als Favorit für einen möglichen Zuschlag im Übernahmerennen. Dem Vernehmen nach gestalteten sich die Verhandlungen mit den Amerikanern aber schwierig. Daher habe die Bank die Gespräche abgebrochen. Die Gespräche seien aber nicht am Preis gescheitert. Der „Focus“ hatte berichtet, nach Prüfung der Wirtschaftsdaten hätte OEP bei einem geschätzten Kaufpreis von 350 Mill. € keine ausreichende Rendite mehr für sich gesehen.

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