Informationen aus Branchenkreisen
Bayer-Aufsichtsrat berät Angebot für Roche-Sparte

Der Aufsichtsrat des Leverkusener Bayer-Konzerns berät nach Informationen aus Branchenkreisen an diesem Mittwoch in einer außerordentlichen Sitzung über den Kauf der rezeptfreien Medikamente der Schweizer Roche Holding.

HB FRANKFURT. "Bayer wird am Mittwoch eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung abhalten. Dort wird das Roche-Geschäft ein Thema sein", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Branchenkreisen. Bei Bayer hieß es dazu lediglich: "Kein Kommentar".

Die Chancen, dass Bayer bei Roche zum Zuge komme, seien sehr gut, hieß es in den Kreisen. Kurzfristig sei mit einer Entscheidung zu rechnen, es werde keine Monate mehr dauern. Der Verkaufspreis liege bei etwa zwei Mrd. ?.

Ende Mai hatte Reuters aus mit der Situation vertrauten Kreisen erfahren, dass Bayer sich zusammen mit der britischen Reckitt Benckiser und vier Beteiligungsgesellschaften für den engeren Bieterkreis um das Geschäft qualifiziert hat. Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline sei aus dem Verfahren ausgeschieden.

Roche will das sogenannte OTC-Geschäft, zu dem unter anderem das bekannte Magenmittel Rennie zählt, verkaufen, um sich auf das höhere Gewinnmargen versprechende Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneien zu konzentrieren. Der Schweizer Konzern hatte unlängst angekündigt, über die Zukunft des OTC-Geschäfts im zweiten Halbjahr 2004 zu entscheiden.

In dem schnell wachsenden Markt mit rezeptfreien Präparaten ist Bayer selbst mit seinem weltbekannten Aspirin, Alka-Seltzer oder dem Schmerzmittel Aleve stark vertreten. Seit 1996 arbeitet der Konzern in den USA mit Roche bei Schmerzmitteln und Gesundheitsprodukten zusammen.

Bei den vier Beteiligungsgesellschaften, die ebenfalls in den engeren Kreis gelangt waren, handelt es sich den Kreisen zufolge um die US-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR), BC Partners, Cinven und Paribas Affaires Industrielles.

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