Informierte Kreise
BMW prüft Motorenfertigung in Nordamerika

BMW denkt offenbar über den Aufbau einer eigenen Motorenfertigung in Nordamerika nach. Damit will das Münchener Unternehmen seine Fahrzeuproduktion im Dollarraum ausweiten, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden.
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BMW erwägt nach Informationen von Bloomberg News erstmals überhaupt den Aufbau einer eigenen Motorenfertigung in Nordamerika. Ziel ist die Ausweitung der Fahrzeugproduktion im Dollarraum, um der weiterhin hohen Nachfrage gerecht zu werden, wie drei mit den Vorgängen vertraute Personen am Mittwoch sagten.

BMW prüft demnach Standorte in den USA und in Mexiko und könne bereits im kommenden Jahr eine entsprechende Entscheidung treffen, hieß es von den informierten Personen, die nur gegen Zusicherung ihrer Anonymität sprachen.

Gerade die Motorenfertigung wird vom Vorstandsvorsitzenden Norbert Reithofer als Kerntechnologie angesehen, die erst seit letzten Jahr im Ausland stattfand. Seitdem werden Vierzylinderaggregate im chinesischen Shenyang für die BMW-Werke in Dadong und Tiexi gefertigt.

BMW befinde sich immer wieder auf der Suche nach möglichen Standorten für künftige Fertigungen, sagte BMW-Sprecher Mathias Schmidt. Für ein zusätzliches Werk gebe es derzeit aber keine Entscheidung.

BMW betreibt sein bislang einziges Werk in Nordamerika seit 1994 in Spartanburg im Bundesstaat South Carolina. Dort fertigt der Konzern sämtliche SUV der Typen X3, X5 und X6, womit das Werk zu den exportstärksten in den USA zählt. Den Informationen zufolge soll die Produktion in der Region über die bereits angekündigten Kapazitäten hinaus ausgeweitet werden. Das Werk in Spartanburg soll ab 2014 zusätzlich den mittelgroßen SUV X4 bauen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Tja, nun entstehen die neuen Jobs halt in Nord-Amerika. Dort gibt es Wachstum und günstige Bedingungen für Unternehmen.
    Aber dafür wir haben die EnergieWende. Die kostet uns Verbrauchern zwar unglaublich viel Geld und beschleunigt das Abwandern von Firmen - aber dafür sind wir "Die Guten".

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