Ingenieure werden knapp
Deutscher Schiffbau gut in Fahrt

Seit Jahren stand der deutsche Schiffbau nicht mehr so gut da, wie aktuell. Die deutschen Werften erhielten allein im vergangenen Jahr Aufträge über 157 (Vorjahr: 86) Seeschiffe im Wert von 6,55 (4,05) Mrd. Euro. Dies teilte der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) am Dienstag in Hamburg mit.

HB HAMBURG. Der Auftragsbestand erhöhte sich damit auf 231 (147) Schiffe oder 11,08 (7,03) Mrd. Euro und reiche rechnerisch für mehr als drei Jahre. Rund zwei Drittel des deutschen Schiffbaus entfallen auf Containerschiffe.

Weltweit haben die weltweiten Auftragsbestände der Werften mit 5500 Schiffen im Produktionsvolumen von mehr als 100 Mill. gewichteten Bruttotonnen (cgt) ein Rekordniveau erreicht. Von den Auftragseingängen des Vorjahres über 2500 Schiffe oder 39,6 Mill. cgt gingen 35 Prozent nach Korea und 22 Prozent nach Japan. Deutschland behauptete mit einem Marktanteil von sechs Prozent Rang vier unter den Schiffbaunationen nach China.

Allerdings drohe der Mangel an qualifizierten Ingenieuren, mittelfristig zu einem ernsten Problem zu werden. „Es kommt für die nächsten Jahre darauf an, die Qualität der Beschäftigten zu sichern“, sagte der VSM-Vorsitzende Bernard Meyer. Überdurchschnittlich viele hochqualifizierte Ingenieure gingen bald in den Ruhestand, während gleichzeitig an den Hochschulen zu wenig Absolventen der einschlägigen Studiengänge ihr Examen ablegten, um den Bedarf des Arbeitsmarktes zu erfüllen.

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