Inlands-Boom
Maschinenbau meldet volle Orderbücher

Der deutsche Maschinenbau läuft dank eines Nachfragebooms im Inland weiter auf Hochtouren. Die Branche - mit rund 868 000 Beschäftigten in Deutschland größter industrieller Arbeitgeber - verbuchte auch im Oktober deutlich mehr neue Aufträge.

HB DÜSSELDORF. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich ein Zuwachs von insgesamt 19 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) am Mittwoch mitteilte. Dabei kamen aus Deutschland 30 Prozent mehr Aufträge als vor einem Jahr, die Orders aus dem Ausland stiegen um fünf Prozent.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatszeitraum von August bis Oktober ergab sich ein Plus von 17 Prozent. Im Inland waren es 26 Prozent mehr, aus dem Ausland kamen zwölf Prozent mehr. „Das Inland holt weiter auf“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers die Daten. „Das zweistellige Orderplus bestätigt den Trend der letzten Monate.“

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer melden seit Monaten Rekordzahlen. Lange Zeit vor allem vom Export getragen, profitiert die Branche inzwischen auch von einer starken Inlandsnachfrage. Viele Unternehmen investieren wieder in neue Maschinen und Anlagen, nachdem sie sich lange mit Investitionen zurückgehalten hatten. 35 der 41 Fachbereiche des VDMA hätten ein Plus verzeichnet, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Gewinner seien etwa Hersteller von Maschinen für die Bau- und Baustoffindustrie, Lufttechnik und Produzenten von Kraftmaschinen.

Wortmann bekräftigte die Erwartungen des Verbandes für das Gesamtjahr. Das Produktionsvolumen dürfte 2006 preisbereinigt um fünf Prozent wachsen und einen Rekordwert von 155 Mrd. Euro erreichen. Auch im kommenden Jahr erwarten die Hersteller Zuwächse. Sie dürften sich aber preisbereinigt auf ein Plus von zwei Prozent abschwächen. Die Dynamik dieses Jahres werde sich wohl nicht wiederholen, so Wortmann.

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