Inlandsnachfrage gesättigt
Repower leidet unter Branchenflaute

Der Hamburger Windanlagenhersteller hat unter anderem wegen niedrigeren Lizenzeinnahmen und Projektverzögerungen in den ersten neun Monaten 2003 rote Zahlen geschrieben.

HB FRANKFURT/M. Für das Gesamtjahr plant das Unternehmen aber weiterhin einen operativen Gewinn. In den ersten drei Quartalen habe Repower vor Steuern und Zinsen einen Verlust (Ebit) von 3,7 Millionen Euro verbucht, teilte das im TecDax gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Repower einen Gewinn von 8,2 Millionen Euro erzielt. Die Gesamtleistung sei auf 138,8 Millionen Euro von zuvor 139,5 Millionen Euro gesunken. Allerdings habe Repower den Auftragsbestand erheblich ausbauen können. Zum 30. September habe er sich auf 346,1 (Vorjahr: 281) Megawatt belaufen.

Finanzvorstand Jens-Peter Stöhr bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr, wonach mit einer Gesamtleistung von 290 (251) Millionen Euro und einem Ebit von 25 (26,1) Millionen Euro zu rechnen sei. Die Ziele will das Unternehmen durch das traditionell starke vierte Quartal erreichen. Im laufenden Jahresviertel sei die Aufstellung von mehr als 100 Anlagen geplant, wovon bereits rund die Hälfte realisiert sei. Das Geld für die geplanten und bereits errichteten Anlagen fließe dem Unternehmen dann in den letzten drei Monaten des laufenden Jahres zu. Im August hatte Repower wegen der schwierigen Marktbedingungen seine Jahresprognose revidiert. Für 2003 hatte die Firma zuvor eine Gesamtleistung von 330 Millionen Euro erwartet.

Branche in der Flaute

Die Windenergiebranche steckt nach Jahren des Booms derzeit in einer Flaute. Eine weitgehende Sättigung der Binnennachfrage, noch zu wenige Projekte jenseits der Landesgrenzen und auf hoher See (Offshore), sowie die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe machen den Firmen zu schaffen. Vor allem im Ausland versprechen sich die Entwickler und Betreiber von Windenergieanlagen derzeit neue Wachstumsimpulse.

So setzt auch Repower für auf den Bau von Anlagen auf See und das europäische Ausland. Für das Frühjahr 2004 sieht sich Repower weiterhin im Plan mit dem Bau einer Fünf-Megawattanlage, die zunächst an Land in Betrieb genommen werden soll und 2005 für eine Windkraftanlage auf See vorgesehen ist. Zudem seien mehrere Anlagen im Ausland geplant. In Portugal sollen Mitte 2004 drei Anlagen stehen.

Repower war das einzige Unternehmen, das 2002 einen Börsengang an den Neuen Markt wagte und ist jetzt im Technologieindex TecDax gelistet.

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