Inlandsnachfrage schwach
Bridgestone gibt Gummi

Der japanische Reifenhersteller Bridgestone hat 2003 doppelt so viel verdient wie im Vorjahr. Doch am Bridgestone-Himmel ziehen Wolken auf: Im laufenden Jahr ist bereits jetzt auf Grund des schwachen Yens, höherer Gummipreise und der Folgen eines Werksbrandes ein Gewinnrückgang absehbar.

HB TOKIO. Den Nettogewinn in dem am 31. Dezember zu Ende gegangenen Jahr gab Bridgestone am Freitag in Tokio mit 88,72 Mrd. Yen (rund 652 Mill. €) an. Im Vorjahr waren es noch 45,38 Mrd. Yen gewesen. Der Gewinn vor Steuern sei um 13,1 % auf 167,30 Mrd. Yen gestiegen. Für 2004 rechnet Bridgestone mit einem Vorsteuergewinn von 130 Mrd. Yen und einem Nettogewinn von 75 Mrd. Yen.

Bridgestone dominiert zusammen mit Goodyear Tire & Rubber und Michelin den Weltmarkt für Reifen. Nach Bekanntgabe der Ergebnisses schlossen die Bridgestone-Aktien in Tokio gegen den Markttrend um 0,39 % höher bei 1564 Yen.

Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres war besser als die von Bridgestone üblicherweise konservative Prognose. Diese hatte das Unternehmen im September nach unten korrigiert, um dem Ausfall seines Werkes in Tochigi bei Tokio Rechnung zu tragen. Das Werk, eines der größten der Firma in Japan, hatte im September zwei Tage lang gebrannt. 165 000 Reifen und die Gummi-Misch-Anlage wurden zerstört. Eine Rückkehr zur normalen Produktion in Tochigi wird nicht vor September erwartet.

Dank der großen Nachfrage in Übersee haben die weltweit mehr als 40 Werke des Unternehmens bei voller Kapazitätsauslastung gearbeitet, obwohl die Nachfrage in Japan schwach war. Dort sind die Autoverkäufe zurückgegangen.

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