Inlandsumsatz auf 50,9 Milliarden Euro gesunken
Konsumzurückhaltung belastet Ernährungsindustrie

Die Konsumzurückhaltung der Verbraucher und der Discounter-Trend schlagen der deutschen Ernährungsindustrie auf den Magen. Der Inlandsumsatz der Branche ging im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 % auf 50,9 Mrd. € zurück.

HB KÖLN. Trotz Dosenpfands und des Trends der Verbraucher zum Discounter hofft die deutsche Ernährungsindustrie aber auf einen nur leichten Umsatzrückgang für das Jahr 2003. „Der Supersommer hat uns geholfen. Wir hoffen, mit einem blauen Auge davon zu kommen“, sagte Sabine Eichner Lisboa, Geschäftsführerin der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), am Donnerstag in Köln. 2002 sei der Umsatz um über ein Prozent auf 125 Mrd. € geschrumpft, sagte sie vor Beginn der Lebensmittelmesse Anuga (11.-15.10).

Zwar habe der Umsatz im ersten Halbjahr 2003 leicht angezogen. „Diese Entwicklung geht aber einzig und allein auf das Konto 'Export'“, sagte Eichner Lisboa. Die Situation im Inland hingegen sei geprägt von der Kaufzurückhaltung der Verbraucher. „Die meisten Haushalte haben weniger Geld zur Verfügung. In Deutschland heißt das häufig: Wir sparen am Essen“, sagte Eichner Lisboa. Dabei sei in den vergangenen zehn Jahren der Anteil der Discounter am Gesamtmarkt von 15 auf 35 % gestiegen. „Der Preiskampf tobt“, beschrieb Eichner Lisboa. Die Folge sei auch ein weiterer Personalabbau. In 2002 sank die Zahl der Beschäftigten um 3,3 % auf 523 000.

Zur weltweit größten Lebensmittelmesse Anuga haben sich mehr als 5900 Unternehmen aus 93 Ländern angekündigt. Erwartet werden 160 000 Besucher.

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