Inlandsverbrauch schleppend
Verpackungsindustrie profitiert vom Export

Der Verpackungsindustrie machen die wachsende Zahl der Singlehaushalte und der Rückgang von Einwegverpackungen zu schaffen. Während der Inlandsverbrauch 2004 schleppend war, konnte der Gewinn aus dem Export gesteigert werden.

HB DÜSSELDORF. Zwar sei 2004 der Produktionswert von Kunststoff-, Papier-, Metall- und Glasverpackungen um 2,6 Prozent auf rund 24 Milliarden Euro gestiegen. Doch habe hierzu vor allem die Nachfrage aus dem Ausland beigetragen, sagte der Präsident der Messe interpack, Ernst Berndl, am Dienstag in Düsseldorf, zwei Tage vor Beginn der Investitionsgütermesse (21. bis 27. April).

Neben dem schleppenden Inlandsverbrauch kämen in diesem Jahr vor allem die gestiegenen Rohstoffkosten sowie die seit Januar geltenden Mautgebühren hinzu. Angesichts des andauernden Kostendrucks sei die Branche für das laufende Jahr deshalb „nur verhalten optimistisch“, betonte Berndl. Die interpack ist in diesem Jahr mit rund 2670 Ausstellern aus 57 Ländern die größte Veranstaltung seit 50 Jahren.

Der Stellenabbau in der Verpackungswirtschaft geht unvermindert weiter. Wie schon in den vergangenen zwei Jahren rechnet die Branche auch 2005 mit einem Rückgang der Arbeitsplätze um rund 2800. Derzeit beschäftigt der Wirtschaftszweig noch 140 000 Menschen.

Laut Brendl wurden 2004 in Deutschland Kunststoffverpackungen im Wert von fast 10 Milliarden Euro hergestellt. Alleine der Nachfrageschub bei verpackten frischen Lebensmitteln wie Wurst oder Käse habe bei den dort eingesetzten Folien ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 3,9 Milliarden Euro gebracht. Bei Glas verzeichnete die Branche dagegen einen Rückgang von knapp 4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

Weltweit beträgt das Produktionsvolumen der Verpackungsindustrie nach Angaben der Messe Düsseldorf rund 400 Milliarden Euro. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau berichtete, wurden 2004 Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen für fast 5 Milliarden Euro aus Deutschland ausgeführt. Deutschland habe damit die USA als weltgrößten Hersteller dieser Maschinen überflügelt. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Japan, Italien und China.

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