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Innovative Energiekonzerne: RWE ist Spitzenreiter in Europa

exklusiv Gute Nachrichten für RWE: Eine Studie kürt den Konzern jetzt zum Innovationsführer der europäischen Energiebranche - vor allem in einem Bereich hat sich RWE gut entwickelt. Konkurrent Eon hingegen enttäuscht.  

Logo des Energiekonzerns RWE vor der Zentrale in Essen. Quelle: dpa
Logo des Energiekonzerns RWE vor der Zentrale in Essen. Quelle: dpa

BerlinDie RWE AG ist unter den großen europäischen Energiekonzernen das innovativste Unternehmen. Das ist das Ergebnis des „Innovationsindexes“, den die European School of Management and Technology (ESMT) erstellt hat und den das Handelsblatt exklusiv vorstellt. Eon muss sich mit Platz neun zufrieden geben. Die Plätze zwei und drei belegen EDF (Frankreich) und Iberdrola (Spanien). Bewertet wurden 15 führende europäische Energieversorgungsunternehmen.

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Der Index bewertet die Forschungsaktivitäten der Unternehmen, aber auch Produktivität und Nachhaltigkeit. „Es ist beruhigend zu sehen, dass die 15 untersuchten Unternehmen in den letzten vier Jahren die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um insgesamt mehr als 40 Prozent gesteigert haben“, sagt Jens Weinmann, einer der Autoren der Studie. Dennoch seien die Unternehmen insgesamt nicht so innovationsorientiert wie etwa Firmen der Computer- oder Automobilindustrie. Nach den von der ESMT ermittelten Daten haben die 15 Energiekonzerne ihr Engagement beim Ausbau der Wind- und der Sonnenergie im untersuchten Zeitraum um mehr als 20 Prozent gesteigert und die Mitarbeiterproduktivität um den gleichen Wert erhöht.

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Weinmann attestiert dem RWE-Konzern, sich beim Thema Nachhaltigkeit stark nach vorne entwickelt zu haben, „allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau“. Außerdem habe das Unternehmen seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung stark gesteigert und decke 14 von 15 erfassten Forschungsfeldern ab. „Das ist ein beachtlicher Wert“, sagt Christoph Burger, der den Index gemeinsam mit Weinmann erarbeitet hat.  Außerdem bestehe eine Stärke des Konzerns darin, sich die Ergebnisse der Arbeit patentieren zu lassen. „Kein anderes Unternehmen verfolgt dies so intensiv wie RWE“, sagt Burger. Eon geht anders an die Zukunftsthemen heran: Nach Beobachtung der ESMT verlässt sich der Düsseldorfer Konzern stärker als RWE auf die Innovationskraft der Anlagenbauer.

RWE

Am Dienstag gab RWE bekannt, dass der Konzern bis zum Jahr 2015 insgesamt fünf Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien stecken will. In dieser Phase soll der Bestand von rund 2500 Megawatt auf 4500 Megawatt steigen. 70 Prozent sollen auf Windenergieanlagen entfallen, sagte der Vorstandsvorsitzende von RWE Innogy, Fritz Vahrenholt, am Dienstag in Essen.

Auf Deutschland sollen 35 Prozent der Ausgaben entfallen. Darin enthalten ist der Windpark Nordsee Ost vor Helgoland. Aufgrund von Genehmigungsschwierigkeiten soll der 295-Megawatt-Windpark erst 2013 statt Ende 2012 ans Netz gehen. Die Probleme würden auch für anderen Windpark-Bauer gelten.

  • 10.01.2012, 18:54 Uhromontono

    Warum wurde die deutsche Energieversorgung überhaupt privatisiert?

    Warum bleibt die Versorgung nicht Aufgabe des Staates?

    Warum müssen deutsche Energieunternehmen für Milliarden sich auf Abenteuer im Auslandsmarkt einlassen, finanziert von hohen Gewinnen, die sie ihren deutschen Kunden durch ihre Preisforderungen abgepresst haben?

    Die Privatisierung der Bahn und die Zerschlagung der Post und deren Kabelnetz (zur Förderung des Wettbewerbs und zum Wohle der Kunden), brachte doch auch nicht den gewünschten Erfolg.

    Die Infrastruktur und Energieversorgung eines Landes sollten in staatlicher Hand bleiben und nicht Spielball von börsennotierten Konzernen sein, die vormerklich ihren Aktionären verpflichtet sind.

    Sicherlich haben die Gesetze der EU zum Privatisierungswahn mit beigetragen, derer sich Deutschland unterwerfen musste und diese Gesetze früh schon umgesetzt hat (sicherlich auch erfolgreicher, als viele unserer Nachbarn).

    Trotzdem beäuge ich die Entwicklung in Richtung Privatisierung immer mit Argwohn.
    Klingt vielleicht sozialistisch, was aber nicht von Übel sein muss.

  • 10.01.2012, 17:13 Uhr Andreas

    Weil in diesem Fall das Leistungsprinzip der Leistungsgesellschaft dem Solidaritätsprinzip der Solidargesellschaft entgegensteht. Hier bietet sich der konventionelle "Kauf" von Innovationen an, oder aber auch der sogenannte "Dienst". Eon könnte also entweder gegen Zahlung Innovationen von RWE kaufen oder Experten von RWE bestellen, die also als Berater tätig werden.

    ...kein Problem. Fragen Sie mehr.

  • 10.01.2012, 16:27 Uhromontono

    Warum arbeiten RWE und Eon nicht ganz einfach zusammen?

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