Insgesamt sollen 3 300 Stellen abgebaut werden
EADS Astrium will am Bodensee Belegschaft abbauen

Der europäische Raumfahrtkonzern EADS Astrium will seine Belegschaft in Friedrichshafen am Bodensee bis 2005 um gut ein Fünftel verkleinern. Von derzeit 980 Stellen sollen im Rahmen eines stufenweisen Restrukturierungs- und Sparprogramms etwa 220 Arbeitsplätze wegfallen, sagte am Dienstag Astrium- Pressechef Götz Wangel.

HB/dpa FRIEDRICHSHAFEN. Zunächst hatte das Unternehmen von etwa 330 Stellen gesprochen. Die neuen Zahlen habe der Geschäftsführer der EADS Astrium GmbH, Evert Dudok, am Nachmittag in einer Betriebsversammlung genannt. „Nach der jetzt vorliegenden Detailplanung können voraussichtlich 110 Arbeitsplätze mehr als zunächst gedacht in Friedrichshafen bleiben“, sagte Wangel.

Der EADS-Konzern will in der andauernd defizitären Raumfahrtsparte insgesamt 3 300 Jobs einsparen. Aus Friedrichshafen soll nach Wangels Angaben ein Großteil des Bereiches Elektronik nach Ottobrunn bei München verlagert werden. Die Sparte Kohlefaser-Verbundwerkstoff- Fertigung, die hauptsächlich Teile für die Ariane-Rakete herstellt, wandert ins französische Le Mureaux ab. Ein kleiner Teil dieses Bereichs, für den Astrium einen Käufer suche, soll am Bodensee bleiben. Außerdem soll 20 Mitarbeitern ein Wechsel nach Le Mureaux ermöglicht werden.

Der Astrium-Betriebsrat hatte zuvor den geplanten Personalabbau kritisiert. Für die Produktion von Raketenteilen und Satelliten sei eine enge Vernetzung aller Bereiche erforderlich, sagte Betriebsratsmitglied Armin Eglauer.

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