Inside: Beiersdorf
Warten auf den großen Sprung

Beiersdorf-Chef Thomas-Bernd Quaas hat Grund zur Freude: Der Kosmetik- und Hautpflegekonzern mit seiner Weltmarke Nivea wächst stetig, und sein Ertrag erreicht eine neue Rekordmarke.

HAMBURG. Die Erfolgsbilanz des Hamburger Traditionsunternehmens hat jedoch einen Schönheitsfehler: Die augenblickliche Konzern-Umsatzrendite von mehr als elf Prozent erreicht nicht das Weltniveau von Konkurrenten wie L’Oreal, Unilever oder dem US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble.

Die schneiden mit mehr als 15 Prozent Ebit-Marge deutlich besser ab als die Hamburger. Um beim Ertrag aufzuholen, tritt Quaas nun auf die Kostenbremse. Dabei nimmt er sogar unpopuläre Maßnahmen in Kauf. Er schließt Werke im Ausland, streicht massiv Stellen und ordnet die Lieferkette von der Produktion bis zum Handel neu.

Dennoch wirkt die angekündigte Schlankheitskur halbherzig. Denn die meisten Kostensenkungen greifen erst in zwei bis drei Jahren. Und auf großen Rückenwind von den Märkten kann Quaas kaum hoffen. Vor allem im Inland schwächelt das Geschäft mit der tragenden Marke Nivea schon länger.

Will Quaas schneller in die internationale Top-Liga aufsteigen, als das eigene Wachstum es ihm ermöglicht, bleibt ihm nur ein Weg: Er muss Wachstum zukaufen, also versuchen, den Gewinn durch attraktive Akquisitionen zu steigern. An Mitteln für solche Übernahmen mangelt es Beiersdorf nicht. Die Kriegskasse des Konzerns ist nach dem jüngsten Verkauf der Hamburger Tochter BSN mit deutlich mehr als drei Milliarden Euro gut gefüllt.

Seite 1:

Warten auf den großen Sprung

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%