Inside: Enel
Verzweifelte Hoffnung

Der italienische Versorger Enel gibt die Hoffnung nicht auf. Vielleicht klappt es doch noch mit der geplanten Übernahme des französischen Konkurrenten Suez, denken sich die Italiener. Noch halten die Franzosen jedoch voll gegen die Fusion der Energiegiganten.

MAILAND. Der italienische Versorger Enel gibt die Hoffnung nicht auf. Vielleicht klappt es doch noch mit der geplanten Übernahme des französischen Konkurrenten Suez und seiner belgischen Tochter Electrabel, denken sich die Italiener. Noch halten die Franzosen mit der geplanten Fusion ihrer beiden Versorgungs-Riesen Suez und Gaz de France (GdF) voll dagegen. Doch jede neue Wendung in Paris – etwa das jüngste Zweifeln von Politikern an der GdF-Privatisierung – lässt die Herzen in Rom höher schlagen .

Nun hat Enel auch den neuen italienischen Regierungschef Romano Prodi ins Rennen geschickt. Bei seinem Antrittsbesuch in Paris hat Prodi vergangene Woche für den heimischen Versorger getrommelt. Bisher mit wenig Erfolg.

Zwar haben die Italiener Recht, wenn sie kritisieren, dass die französische Konkurrenz bereits massiv auf dem italienischen Energiemarkt vertreten ist, ihr eigenes Land aber gegen jegliche Angriffe von außen abschottet. Immerhin hält der französische Stromkonzern EDF in Italien einen Marktanteil von 20 Prozent.

Doch im Fall Suez muss sich Enel vor allem an die eigene Nase fassen. Denn am Anfang stand die unglückliche Ankündigung von Enel-Chef Fulvio Conti im Februar dieses Jahres, er wolle den französischen Versorger Suez kaufen. Er hatte dies Vorhaben hinausposaunt, ohne zuvor ein Übernahmeangebot vorzulegen. Da übten die Franzosen blitzschnell den Schulterschluss, und GdF seinerseits legte ein formelles Übernahmeangebot für Suez vor.

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