Inside: Fiat
Nur ein Etappensieg

Der Absatz wächst rasant, seit zwei Quartalen verdient Fiat mit Autos wieder Geld, und nun kauft der Konzern wahrscheinlich auch noch die in der Not abgegebenen Anteile am Sportwagenbauer Ferrari zurück.

FRANKFURT. Die Botschaft ist klar: Wir haben es geschafft – Fiat lebt! Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass der ewig kränkelnde Automobilbauer erste Signale der Genesung sendet.

Dem kühlen Rechner Sergio Marchionne an der Konzernspitze ist es gelungen, die italienische Industrie-Ikone schneller aus der Krise zu führen, als das noch vor zwei Jahren möglich erschien. Strategisch geschickt leitete er vor gut einem Jahr die Wende ein: Er brachte den damaligen Fiat-Anteilseigner General Motors dazu, 1,55 Milliarden Euro nach Turin zu überweisen, um sich von seinem Italien-Engagement frei zu kaufen.

Das eigentliche Armutszeugnis für Fiat, dass ein Konkurrent eine riesige Summe nur für den Ausstieg zahlt, münzte Marchionne geschickt in einen PR-Erfolg um. Fiat sei nun wieder frei von Fesseln und vor allem wieder rein italienisch – das ist auf dem Stiefel anscheinend noch immer ein Wert an sich.

Der Schnellschuss hätte leicht nach hinten hätte losgehen können. Denn damals war noch nicht absehbar, dass das neue Modell Grande Punto im Markt so gut ankommen würde. Inzwischen ist klar: Fiat hat ins Schwarze getroffen. Überwiegend dem Punto verdanken es die Italiener, dass ihr Marktanteil in Europa in den ersten Monaten um gut ein Fünftel auf rund acht Prozent gestiegen ist.

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