Inside K+S Gruppe
Teure Dollar-Absicherung

Die Dollar-Talfahrt zeigt Konsequenzen: Trotz eines deutlichen Ergebnisanstiegs im dritten Quartal rechnet das MDax Unternehmen K+S Gruppe mit Belastungen um weitere 25 Millionen Dollar. Bislang war die deutsche Industrie in der Lage, den billigen Dollar mit den Geschäften in Europa zu kompensieren – doch die Währungs-Schmerzgrenze ist erreicht.

FRANKFURT. So schnell kann’s kommen: Vor knapp drei Wochen erst hat die K+S Gruppe von einem deutlichen Ergebnisanstieg im dritten Quartal berichtet. Weil die weltweit hohe Nachfrage nach Kalidüngemittel auf ausgelastete Kapazitäten trifft, hat die Kasseler Aktiengesellschaft neben einem positiven Ausblick für das Geschäftsjahr 2007 auch gleich vielversprechende Perspektiven für 2008 – trotz schwachen Dollars – verkündet. Das war am 13. November.

Nur zehn Tage später musste das MDax-Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung einräumen, dass die anhaltende Dollar-Talfahrt das operative Ergebnis der Gruppe um weitere 25 Millionen Euro verhagelt. Die bisherige, ohnehin schon wegen des Dollars nach unten revidierte Ergebnisprognose von 300 bis 310 Millionen Euro (Ebit) für das Jahr 2007 müsse entsprechend weiter reduziert werden. Nicht zuletzt werde der gegenwärtige schwache Dollar zu einer Abwertung ausstehender US-Dollar-Forderungen führen, teilte K +S mit. Weitere Kosten für die Nachsicherung jenseits der Marke von 1,50 Dollar je Euro seien ferner nicht auszuschließen.

Bislang war die deutsche Industrie, vor allem die Chemieindustrie, noch in der Lage, den billigen Dollar mit den prächtig laufenden Geschäften in Europa zu kompensieren. Der Export in die USA war ohnehin rückläufig. Nach Aussage von Analysten macht sich bei K+S dagegen die Dollarschwäche besonders negativ bemerkbar, da das Unternehmen nur in Deutschland Kaliminen betreibt, seine Produkte jedoch weltweit und dabei besonders in "Dollar-Länder“ verkauft. Die notwendig gewordenen Korrekturen kamen daher nicht überraschend. Wenn die Börse dennoch nervös reagierte, dann liege das auch daran, dass der Aktienkurs nach einem Anstieg um rund 50 Prozent auch einmal einer Korrektur bedürfe. Da kam die neue Ergebnisprognose wohl gerade recht.

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