Inside: Leoni Neue Zukunft in der Luft

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Leoni lässt seine Bordnetze an Niedriglohnstandorten konfektionieren, vor allem in der Ukraine und Tunesien, und die Franken rühmen sich der Kostenführerschaft. Doch auch sie müssen Rückschläge einstecken. So verloren sie jüngst die Verkabelung der neuen C-Klasse von Mercedes-Benz. Steigende Kupferpreise und der wachsende Druck der Hersteller auf die Preise machen das Geschäft langfristig anfällig.

Probst liebäugelt daher seit längerem mit einem dritten Geschäftsfeld, das die Abhängigkeit von den Kraftfahrzeug-Herstellern reduziert. Denn anders als die Autoindustrie hat die Flugzeugbranche beim Verkabeln bislang weitgehend auf eigene Fertigkeiten vertraut. Beim weltgrößten Hersteller hat das fatale Folgen: Weil die Airbus-Techniker die Innenverkabelung ihres neuen Jet A 380 nicht in den Griff bekamen, kommt der Riesenflieger nicht rechtzeitig aus dem Hangar. Airbus droht ein Milliardenschaden.

Leoni hat sich schon als Lieferant für die Luftfahrt zertifizieren lassen und führt bereits Gespräche mit Airbus Industries. Erste Teilaufträge könnten im nächsten Jahr erteilt werden. Mit ihnen gelänge der Einstieg in einen echten Wachstumsmarkt. 400 Kilometer Kabel verlaufen in einer Passagierkabine, Internet und Multimedia am Platz sind Standard in den neuen Flugzeuggenerationen.

Airbus und Boeing wollen und müssen ihre Fertigungstiefe in den kommenden Jahren reduzieren. Denn der Luftfahrtboom hält an: Anders als die Autoindustrie haben die Flugzeughersteller für die nächsten Jahre gut gefüllte Auftrags-Bücher.

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