Inside: Linde
Kurz vor dem Ziel

Für Linde-Chef Wolfgang Reitzle läuft alles nach Plan. Sein großer Coup, den deutlich größeren britischen Konkurrenten BOC zu übernehmen, läuft bisher ohne sichtbare Schwierigkeiten.

DÜSSELDORF. Nachdem die Anfangsprobleme beseitigt sind und der BOC-Vorstand nach einer Erhöhung des Angebots der freundlichen Übernahme zugestimmt hat, steht dem Aufstieg Lindes zum weltweit größten Industriegase-Anbieter vor der französischen Air Liquide nichts mehr im Wege.

Die Kartellhürden hat Linde ohne Probleme überwunden. Die europäische Kommission hat lediglich die Abgabe kleinerer Einheiten in Großbritannien und Polen sowie Trennung von Helium-Großhandelsaktivitäten verlangt. Auch die US-Kartellaufsicht hielt sich zurück. Sie fordert den Verkauf von acht Luftzerlegungsanlagen in den USA.

Insgesamt bedeuten die Auflagen, dass Linde rund 340 Millionen Euro Umsatz abgeben muss – ein Pappenstiel bei einem künftigen gemeinsamen Umsatz von rund zwölf Milliarden Euro. Gerade die geringen Überschneidungen der Absatzregionen und Produktpaletten machen das Zusammengehen der beiden Anbieter so reizvoll.

Auch die Finanzierung läuft bisher nach Plan. Rund zwölf Milliarden Euro hat Reitzle für die Übernahme eingeplant, zusätzlich übernimmt Linde knapp drei Milliarden Euro Schulden und Pensionsverpflichtungen. Für die Zwischenfinanzierung haben fünf internationale Banken 15 Milliarden Euro an Krediten zur Verfügung gestellt. Eine Kapitalerhöhung und eine Anleihe hat Linde bereits erfolgreich am Markt platziert. Sie brachten knapp drei Milliarden Euro ein.

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