Inside: L`Oreal
Keine Luft für Konkurrenten

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Seit 21 Jahren fährt L`Oreal stetig zweistellige Wachstumszahlen ein. Und der weltgrößte Kosmetikkonzern, Hersteller von Lancôme-Lippenstiften, Ambre-Solaire-Sonnenmilch oder Cacharel-Parfums, hängt immer wieder mit neuen Produkten die Konkurrenz ab.

PARIS. Einer der Faktoren des Erfolgs war zweifellos die Stabilität im Management. Doch nun zieht sich der charismatische Brite Lindsay Owen-Jones, seit 1988 an der Unternehmensspitze, im Alter von 60 Jahren auf den Posten des Aufsichtsratspräsidenten zurück. Im April wird er durch den 49jährigen Jean-Paul Agon abgelöst, den Chef der amerikanischen L`Oreal-Gesellschaft. Droht damit das Ende der Erfolgsserie?

Der Konzern ist gewiss noch nicht am Ende seines Wachstums. Angesichts der Qualität und Bekanntheit der Produkte dürfte der Management-Wechsel die Erfolgsstory kaum stören. Außerdem ruht das Wachstumsmodell von L`Oreal auf mehreren Säulen. Dazu gehören Forschung, Marketing, Glamour und die Fähigkeit, neue Produkte und Absatzmärkte aufzuspüren.

„Keine Zauberei, Wissenschaft“, sagt die französische Schauspielerin Laetitia Casta in einem neuen Werbespot für das Shampoo Nutri-Gloss von Elvital. Ein Hinweis darauf, dass Forschung und Innovation Stützpfeiler des Konzerns sind, eine Unternehmensstrategie, die schon auf die Gründertage des Jahres 1907 zurückgeht. Heute arbeiten fast 3 000 Mitarbeiter an der Produktentwicklung, mehr als drei Prozent des Umsatzes von 14,5 Milliarden Euro werden dafür ausgegeben.

Ob Kosmetik, Körperpflege oder Haarpflege, in allen Bereichen werden Produkte für die unterschiedlichsten Bedürfnisse entwickelt. „Das Geld liegt auf der Straße. Man muss sich nur bücken und es aufheben“, sagte Owen-Jones kürzlich in Paris. Konkret heißt das: Es gibt keinen Markt, keine Region, wo L`Oreal nicht präsent ist. Das Unternehmen überlässt seinen Konkurrenten nicht die geringste Nische. Schon seit einiger Zeit hat sich L`Oreal im Bereich der Pharmazie-Kosmetik positioniert. Und mit dem Kauf der US-Kultmarke Kiehl’s im Jahr 2000 erreichten die Franzosen die trendige Kundschaft. Die Jugend soll ab 2007 mit einem neuen Parfüm der Jeans-Marke Diesel angesprochen werden, mit der L`Oreal kooperiert.

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