Inside: Peugeot
Ein Bündel von Problemen

Industriellenfamilie sucht für Anfang 2007 einen neuen Leiter für ihren Automobilkonzern. So ähnlich könnte die Anzeige lauten, mit der die Familie Peugeot die Suche nach einem Nachfolger für Jean-Martin Folz startet.

PARIS. Doch wer immer das Ruder bei Europas zweitgrößtem Autokonzern übernimmt, er findet dort Probleme vor, die sich auf die Schnelle nicht werden lösen lassen.

Um es gleich vorweg zu sagen: PSA Peugeot Citroën steckt aktuell in Schwierigkeiten , aber ein Krisenkandidat ist das Unternehmen deswegen nicht. Der Konzern schreibt Gewinne, allerdings sind diese Gewinne seit einigen Jahren rückläufig. Hauptaufgabe des neuen Chefs wird es deshalb sein, die momentane Rendite-Schwäche zu überwinden. Die Brutto-Marge fiel zuletzt auf magere 2,4 Prozent. Mittlerweile macht das Unternehmen mehr Geld mit der eigenen Bank als mit dem Bau von Autos.

Ursache für die aktuelle Rendite-Schwäche sind nicht etwa zu hohe Kosten. Vielmehr hat der Konzern ein Stückzahl-Problem. Dank der Strategie, Autos beider Marken in den gleichen Fabriken auf Basis gleicher Plattformen zu konstruieren, zählen die Franzosen bereits zu den effizientesten Volumenherstellern in Europa. Das Kernproblem von PSA liegt darin, dass der bestehende Produktionsapparat immer weniger ausgelastet ist, weil die jüngste Modelloffensive nicht so gezündet hat wie erhofft. Die schlechten Absatzzahlen des Kleinwagens 1007 sind nur ein Beispiel dafür. Nach gutem Start hat auch die Mittelklassereihe 407 schnell an Schwung verloren.

Die beste Antwort auf dieses Problem besteht darin, neue Autos zu entwickeln, die die Kunden haben wollen und die eine komfortable Marge bringen – leichter gesagt als getan: Das kostet Geld, braucht Zeit, und Absatzerfolge lassen sich nun mal nicht programmieren.

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