Inside: Puma
Keine Spur von Müdigkeit

Es gibt wohl kaum ein deutsches Unternehmen, das so oft totgesagt wurde wie der Sportkonzern Puma. Doch die Kritiker lagen bislang immer falsch und es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Raubtier-Marke an Biss verliert.

MÜNCHEN. Eher früher als später, so meinten Skeptiker in den vergangenen Jahren immer wieder, würden die teuren Shirts und Schuhe der Franken in den Händler-Regalen liegen bleiben, weil sich die Kunden anderen Marken zuwenden würden. Durch die Ausrichtung auf sportlichen Lifestyle sei die Firma stets in Gefahr, am schnell wechselnden Massen-Geschmack vorbei zu produzieren.

Doch das Unternehmen aus Herzogenaurach legte jedes Jahr zu. Aus der heruntergekommenen Klitsche, die Puma zu Beginn der 90er Jahre war, hat Vorstandschef Jochen Zeitz einen der profitabelsten Sportartikelanbieter der Welt gemacht. Die Marktkapitalisierung illustriert diese Entwicklung. 1993 war Puma so gut wie pleite und gerade noch 100 000 Euro wert. Heute müsste ein Investor knapp 4,8 Milliarden Euro hinlegen, wollte er alle Aktien an der Börse kaufen.

Der Erfolg der Vergangenheit garantiert natürlich nicht, dass es auch in Zukunft aufwärts geht. Etliche Sportmarken sind schon einmal abgestürzt, neben Puma selbst auch bekannte Namen wie Fila oder der Erzrivale Adidas. Hinzu kommt, dass Puma deutlich kleiner ist als die wichtigsten Wettbewerber, die Weltmarktführer Nike und Adidas.

Deshalb muss sich Puma während großer Events wie der Fußball-Weltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen mit vergleichsweise wenig Werbung bescheiden. Das war bei der WM in Deutschland kein Problem, denn das Puma-Team Italien holte den Titel. Wenn aber Mannschaften mit dem Raubtier nicht so erfolgreich abschneiden, kommen die großen Konkurrenten eben doch besser davon.

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