Inside: Q-Cells: Schach dem Engpass

Inside: Q-Cells
Schach dem Engpass

Kurssprünge von 20 Prozent an einem Tag sind selbst in der erfolgsverwöhnten Solarbranche die Ausnahme. Grund des Börsen-Jubels über Q-Cells waren die über Erwarten guten Zahlen des abgelaufenen Jahres und vor allem der Abschluss langfristiger Lieferverträge. Mit denen hat sich die Perspektive des Unternehmens aus Thalheim in Sachsen-Anhalt weiter verbessert.

DÜSSELDORF. Q-Cells ist es gelungen, sich die Versorgung mit dem begehrten, weil knappen Rohstoff Silizium, aus dem die Solarzellen zur Stromproduktion gefertigt werden, langfristig zu sichern. Mit der norwegischen Elkem Solar hat Q-Cells einen Liefervertrag abgeschlossen, der bis in das Jahr 2018 hinein reicht.

Dabei setzt Q-Cells auf metallurgisches Silizium, das wesentlich billiger ist als das meist verwendete hochreine multikristalline Silizium. Zwar muss dieser Rohstoff noch behandelt werden, ehe er zu Solarzellen verarbeitet werden kann. Doch das Q-Cells-Management ist zuversichtlich, bald ein Verfahren zur Marktreife zu bringen, das keine zusätzlichen Arbeitsschritte erfordert. Dann hätte Q-Cells Kostenvorteile gegenüber den Konkurrenten.

Noch wichtiger für das geplante steile Wachstum der Thalheimer ist, dass sie sich mit 17,9 Prozent am weltgrößten Hersteller von multikristallinem Silizium, der norwegischen REC, beteiligt haben. REC ist schon lange ein wichtiger Lieferant von Q-Cells. Die Kapitalbeteiligung sichert die Beziehung zusätzlich ab. Da ein Ende der Silizium-Knappheit nicht vor 2008 erwartet wird, hat Q-Cells hier eine gute Position. Einige Konkurrenten müssen wegen des Mangels bereits die Produktion einschränken oder sich teuer an den Spotmärkten bedienen.

Das 1999 gegründete Unternehmen Q-Cells hat sich in kurzer Zeit zum weltweit zweitgrößten Hersteller von Solarzellen nach dem Japaner Sharp hochgearbeitet. Mit den guten Zahlen des Jahres 2006 hat der Vorstand seine eigenen Prognosen übertroffen. Ein Umsatzwachstum um 80 Prozent und ein verdoppelter Gewinn sind auch in der Solarbranche nicht die Regel.

Seite 1:

Schach dem Engpass

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%