Inside: Serono
In Pipeline-Nöten

Rätselraten um Serono: Seit Wochen fragt sich die Branche, an welcher „strategischen Lösung“ die Investmentbanker von Goldman Sachs im Auftrag der Gründerfamilie des Biotechnologie-Unternehmens feilen.

FRANKFURT. Zu den Spekulationen, der Schweizer Pharmakonzern Novartis wolle das Genfer Unternehmen übernehmen, gesellten sich zuletzt Gerüchte über ein bevorstehendes Wettbieten mit Glaxo oder auch Pfizer. Vieles spricht indes für einen Schweizer Zusammenschluss – nicht nur der Wunsch, die Zukunftstechnik im Lande zu halten.

Serono kann sich das Prädikat „Europas größtes Biotechnologieunternehmen“ ans Revers heften. Wie in allen Metiers geht Größe jedoch auch in der Forschung nach neuen Wirkstoffen leicht zu Lasten der Flexibilität – und damit der Kreativität. Serono hat zwar das nötige Kleingeld, um neue Forschungsvorhaben zu finanzieren, ist aber sicher kein unheimlich kreatives Startup mehr.

Nach mehreren Rückschlägen in der Produktentwicklung bescheinigen manche Analysten den Genfern sogar ein handfestes Pipeline-Problem. Zufall ist es sicher nicht, dass Serono-Chef Ernesto Bertarelli die Spekulationen persönlich lostrat – wenige Wochen, nachdem das Unternehmen mit dem Krebsmittel Canvaxin ein weiteres Forschungsvorhaben begraben musste. Ein ideales Übernahmeobjekt für einen Pharmakonzern, der wie der Weltmarktführer Pfizer mit Pipeline-Problemen kämpft, sieht anders aus.

Dem Schweizer Novartis-Konzern dagegen mangelt es nicht an Nachfolge-Produkten. Im Gegenteil: In den kommenden Monaten wird das Unternehmen mehrere neue Substanzen zur Zulassung anmelden, darunter zwei potenzielle Blockbuster. Und auch mittel- bis langfristig gilt die Novartis-Pipeline als eine der attraktivsten der Branche. Sollte Novartis-Chef Daniel Vasella versuchen, Serono an Land zu ziehen, stecken dahinter sicher keine Pipeline-Probleme.

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