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Starbucks: Zu viel Koffein im Kurs

Die Geschichte von Starbucks ist eine Erfolgsgeschichte wie sie im Buche steht. Wer bei beim Börsengang vor 14 Jahren für 20 000 Dollar Aktien kaufte und sie behielt, ist heute Millionär. Doch eine Reihe von Analysten hält die Aktie inzwischen trotz aller Expansionspläne für ausgereizt.

PORTLAND. Man kann Howard Schultz, dem Gründer, Aufsichtsratschef und Expansions-Guru von Starbucks, verzeihen, wenn er glaubt, dass alles, was er anfasst, zu Gold wird. Mit Wasser und Kaffeebohnen hat er ein Weltreich von Kaffeehäusern geschaffen, das so bekannt und allgegenwärtig ist wie die Hamburger-Kette McDonalds. Seit fast 20 Jahren wächst das Unternehmen mit Sitz in Seattle unablässig.

Mittlerweile braut Starbucks nicht nur exotische und teure Kaffee-Kreationen und serviert Kuchen, sondern verlegt Musik-CDs, offeriert kostenlos „Hot Spots“ für den drahtlosen Internet-Anschluss, beteiligt sich an Filmproduktionen und wird gegen Ende dieses Jahres in Zusammenarbeit mit Random House die ersten Audio-Bücher für Kinder in seine Regale stellen. Starbucks sei nicht einfach Getränkeausschank, sondern Lebensart, ein klassisches Erlebnisprodukt, missionierte Schultz unlängst vor dem Detroit Economic Club.

Eine Reihe von Analysten hält die Aktie mittlerweile für ausgereizt. Denn das Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt bei über 50 und damit in Sichtweite von Börsenliebling Google. Die Frage nach weiterem Kurspotenzial ist nicht ganz unwichtig, denn mit einer Dividendenrendite von null ist Starbucks nur für Wachstumsanleger interessant.

Schultz’ Expansionsstrategie hat immer wieder laute Unkenrufe provoziert. Mittlerweile gibt es in den USA 7 600 und in Übersee 3 100 Kaffeehäuser der Marke Starbucks. Als Fernziel peilt das Unternehmen je 15 000 Filialen in den USA und im Ausland an. Darüber hinaus weitet Starbucks die Auswahl an Getränken und das Sortiment in den Läden ständig aus. Für die nächsten drei bis fünf Jahre lautet die offizielle Ansage von Vorstandschef James Donald: Wachstum von 20 Prozent beim Umsatz und 20 bis 25 Prozent beim Gewinn pro Jahr. Bislang liegt Starbucks über Plan.

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