Inside: Südzucker
Zucker im Tank

Mit regulierten Märkten kennt sich Theo Spettmann aus. Seit elf Jahren führt er Europas größten Zuckerkonzern Südzucker und hat das Unternehmen lange bevor sich eine Änderung der europäischen Zuckermarktordnung abzeichnete, mit Zukäufen in Osteuropa und Frankreich sowie dem Aufbau weiterer Geschäftsbereiche wie den Zuckerspezialitäten in eine Marktposition gebracht, die auch bei sinkenden Preisen noch eine rentable Produktion ermöglicht.

FRANKFURT. Jetzt will der Konzern das jüngste Geschäftsfeld, die Bioethanol-Sparte, an die Börse bringen. Der alternative Kraftstoff, der aus Zuckerrüben oder Weizen gewonnen wird, ist ein Geschäft mit Zukunft: Nicht nur weil erneuerbare Energien als Wachstumsmärkte gelten, sondern auch, weil die Nachfrage nach Biokraftstoff in den nächsten Jahrzehnten gesetzlich abgesichert ist: Laut einer EU-Richtlinie muss der Anteil von Biokraftstoffen in den Staaten der Europäischen Union bis zum Jahr 2010 von derzeit zwei Prozent auf 5,75 Prozent gesteigert werden – ein Markt mit einem Umsatzpotenzial von dann vier Milliarden Euro, wie Südzucker errechnet hat

.

Um auch hier eine führende Rolle einzunehmen, hat das Mannheimer Unternehmen bereits 2003 mit dem Aufbau einer Bioethanol-Anlage im ostdeutschen Zeitz begonnen. Nach Anlaufverlusten und Produktionsstartverzögerungen im vergangenen Geschäftsjahr arbeitet die mittlerweile unter dem Namen Cropenergies firmierende Bioethanol-Sparte bei einem Umsatz ovn 2,6 Milliarden Euro hochprofitabel.

Mehr als eine halbe Milliarde Euro will Südzucker in den nächsten Jahren die Bioethanol-Produktion investieren, um 2010 mit etwa zehn Prozent Marktanteil zu den großen Anbietern in Europa zu gehören. Im Reigen der verschiedenen Biokraftstoff-Börsendebütanten, die in den nächsten Wochen einen IPO planen, ist Cropenergies ohnehin schon der größte Player.

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