Inside: Trumpf
Werte und Innovationen

Nicola Leibinger-Kammüller hat als Nachfolgerin ihres Vaters Berthold Leibinger an der Spitze des schwäbischen Maschinenbauers Trumpf einen Bilderbuchstart hingelegt.

STUTTGART. 2005/06 stieg der Konzern-Umsatz um knapp ein Fünftel auf 1,65 Milliarden Euro. Mit 205 Millionen Euro vor Steuern verdiente der Ditzinger Werkzeugmaschinen- und Laserspezialist über die Hälfte mehr als im Vorjahr. Die Umsatzrendite stieg von 9,6 auf 12,4 Prozent, Werte, von denen selbst Nachbarn wie Bosch nur träumen können.

Alles sieht so aus, als könne Trumpf seinen Triumphzug fortsetzen. Und das in einer Branche, die 2007 nur noch mit einem abgeschwächten Wachstum von zwei Prozent rechnet. Die ersten drei Monate 2006/07 brachten einen Umsatz- und Auftragszuwachs von 25 Prozent. Preis- und Rohstoffkostendruck scheinen dem Ditzinger Familienunternehmen nichts anhaben zu können. Auch die Schwäche der Autoindustrie trifft es nur am Rande.

Was macht Trumpf so stark, dass sogar ein Generationswechsel reibungslos verläuft? Nicola Leibinger-Kammüller ist ehrgeizig. Sie will ihrem Vater beweisen, dass Sie das Unternehmen führen kann. Ihr Bruder und ihr Mann stehen ihr bislang harmonisch zur Seite. Und wenn alle Stricke reißen, kann noch der Vater als Aufsichtsratschef ein Machtwort sprechen. Vorerst funktioniert das Familienunternehmen.

Der Erfolg hat aber auch sachliche Gründe. Anders als etwa der Schweißroboter-Hersteller Kuka hängt Trumpf nicht von der Autoindustrie ab. In der immer noch weitaus größten Sparte der Blechbearbeitungs-Maschinen rekrutiert sich die Kundschaft zu zwei Dritteln aus kleinen Zulieferbetrieben mit fünf und zehn Millionen Euro Umsatz. Mit Trumpf-Maschinen geformte Bleche finden sich nahezu überall – in Küchen, Elektrogeräten oder Gebäuden. Die große Breite bringt Stabilität, erfordert aber wegen der hohen Kundenzahl enorme Vertriebs-Anstrengungen.

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