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Nike kurz vor Verkauf der Marke Cole Haan

Nike will weiter abspecken: Der Sportartikelhersteller und Adidas-Konkurrent steht nach Angaben von Insidern kurz davor, seine Bekleidungsmarke Cole Haan an die Investorengruppe Apax Partners zu verkaufen.
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New YorkNach der Trennung von der Fußball-Marke Umbro steht Nike vor dem nächsten Verkauf einer größeren Sparte. Die Bekleidungsfirma Cole Haan wird demnächst an die Investorengruppe Apax Partners gehen, wie drei Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Damit wäre der Umbau des weltgrößten Sportartikel-Herstellers zunächst abgeschlossen und Nike hätte mit Cole Haan und Umbro mehr als 700 Millionen Dollar eingenommen. Der Adidas-Erzrivale will sich künftig neben der eigenen Kernmarke noch auf die Sparten Jordan, Converse und Hurley konzentrieren.

Der Verkauf von Cole Haan sei in den finalen Verhandlungen, sagten die mit der Transaktion vertrauten Personen am Montag. Der Deal dürfte Nike rund 500 Millionen Dollar in die Kasse spülen. Es wäre für die Amerikaner aus dem Bundesstaat Oregon ein sehr lukratives Geschäft: Denn Nike hatte Cole Haan vor 24 Jahren für nur 80 Millionen Dollar erworben.

Die britische Apax habe in der laufenden Auktion andere Investoren wie TPG Capital Management und Berkshire Partners ausgestochen, hieß es weiter. Cole Haan wurde 1928 gegründet und ist in den USA stark vertreten. Das Unternehmen verkauft Lederschuhe und Handtaschen. Apax holt sich den Insidern zufolge Hilfe vom ehemaligen Converse-Chef Jack Boys, der Cole Haan nach der Übernahme führen soll.
Die Unternehmen wollten sich nicht zu den Informationen äußern oder waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Nike hatte erst vor wenigen Wochen Umbro an den US-Mischkonzern Iconix abgegeben und damit 225 Millionen Dollar eingenommen. Umbro ist unter anderem als Trikot-Ausrüster der Fußball-Nationalmannschaften von England, Irland und Schweden bekannt.

Apax tummelt sich immer wieder in der Textilbranche. In Deutschland hat der Investor den Mode-Discounter Takko für knapp 1,7 Milliarden Dollar übernommen. Auch die weltweit bekannte Marke Tommy Hilfiger gehörte früher zu dem Finanzinvestor.

Für Nike bedeuten die Verkäufe zusätzliche Einnahmen in einem schwieriger werdenden Marktumfeld. Der Quartalsgewinn war zuletzt deutlich gesunken, auch die Marge fällt. Und mit China scheint wegen der dortigen Konjunkturabkühlung zudem eine sichere Wachstumsflanke wegzubrechen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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