Insiderinformationen
Angebote für Eon-Abfallsparte eingereicht

Aus Branchen- und Bankenkreisen sind Informationen über Gebote für Eons Müllgeschäft durchgesickert. Vorläufige Angebote haben demnach ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro.
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FrankfurtDer Energiekonzern Eon kommt Insidern zufolge bei dem geplanten Verkauf seines Geschäfts mit Müllverbrennungsanlagen voran. Mehrere Bieter, darunter der Mannheimer Versorger MVV, hätten vorläufige Angebote für die Tochter Eon Energy from Waste eingereicht, verlautete aus Branchen- und Bankenkreisen am Donnerstag. Die Gebote lägen in einer Größenordnung von 1,2 Milliarden bis 1,5 Milliarden Euro.

Zu den Bietern gehörten die niedersächsische Baugesellschaft Papenburg, der Fonds Morgan Stanley Infrastructure, der schwedische Finanzinvestor EQT, der US-Konzern Foster Wheeler und Sembcorp aus Singapur. Die Entsorgungsfirma Remondis sei auch interessiert, sagte eine mit dem Bieterprozess vertraute Person.

Sembcorp bestätigte, sich das Geschäft anzuschauen. Eon, MVV, EQT, Morgan Stanley und Remondis lehnten eine Stellungnahme ab. Von Papenburg und Foster Wheeler war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Eon-Chef Johannes Teyssen hatte im März bestätigt, dass der Verkaufsprozess für das Unternehmen gestartet wurde.

Eon Energy from Waste betreibt europaweit 18 Müllverbrennungsanlagen mit einer Jahreskapazität von vier Millionen Tonnen. Die Anlagen produzieren damit Strom und Wärme. 2011 erzielte Eon mit dem Geschäft einen Umsatz von 544 Millionen Euro. Bankenkreisen zufolge erzielte die Gruppe mit rund 1300 Mitarbeitern einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 200 Millionen Euro.

Teyssen hat bereits eine Reihe von Geschäften abgestoßen und will auf diese Weise bis Ende 2013 insgesamt rund 15 Milliarden Euro einnehmen. Neun Milliarden Euro hat er bereits erlöst. Zum Verkauf steht auch die Ferngasnetztochter Open Grid Europe.

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