Insolvente Bäckerei: Zukunft von Müller-Brot wieder offen

Insolvente Bäckerei
Zukunft von Müller-Brot wieder offen

Hängepartie um die insolvente bayrische Bäckerei: Nachdem der ehemalige Besitzer Ostendorf angekündigt hatte, die Fabrik zurückzukaufen, kommt jetzt vielleicht doch noch die Tochter von Firmengründers Müller zum Zug.
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Neufahrn/MünchenDer von den Gläubigern der insolventen Großbäckerei Müller-Brot beschlossene Rückkauf des Unternehmens durch Multimillionär Klaus Ostendorf steht offenbar auf der Kippe. „Wir können nichts ausschließen“, sagte der Sprecher von Insolvenzverwalter Hubert Ampferl am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Der Gläubigerausschuss trat erneut zusammen, um über die Zukunft der seit mehr als zwei Monaten wegen massiver Hygieneprobleme geschlossenen Brotfabrik in Neufahrn bei Freising zu beraten. „Es kann sein, dass der Vertrag heute unterschrieben wird“, sagte Ampferls Sprecher Christoph Möller, „es kann aber auch sein, dass nicht.“ Vergangenen Donnerstag hatten die Gläubiger entschieden, dass Ostendorf die Fabrik zurückkauft. Doch die Verträge sind noch nicht unterschrieben.

Dadurch gewinnt das Gegengebot der Bäckerei Höflinger zusammen mit der Tochter des Müller-Brot-Gründers wieder an Gewicht. Evi Müller hatte angekündigt, die meisten der 1100 Mitarbeiter zu übernehmen und Garant für Sauberkeit und realistisches Wirtschaften zu sein. Etwa 700 Beschäftigte sind nach dem Auslaufen des Insolvenzgeldes seit Montag auf Arbeitslosengeld angewiesen. Ostendorf will nur noch 400 Mitarbeiter sowie 151 der 230 Filialen übernehmen.

Einen neuen Termin für die Abnahme der Fabrik durch die Lebensmittelbehörden mit dem Ziel des Produktionsbeginns gab es nach Auskunft des Landratsamtes Freising zunächst nicht. Eine Wiederaufnahme des Backbetriebes wenige Tage vor Ostern sei unwahrscheinlich, sagte eine Sprecherin.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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