Insolvente Solarfirma
Sovello kündigt allen Mitarbeitern

Nun hat es erneut einen Solarkonzern getroffen: Insolvent war Sovello schon seit längerem. Nun muss das Bitterfelder Unternehmen die Produktion stilllegen und allen Beschäftigten kündigen.
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Bitterfeld-Wolfen/FrankfurtDer insolvente Solarmodul-Hersteller Sovello steht vor dem Aus: Zwar hofft Insolvenzverwalter Lucas Flöther immer noch auf einen Investor, die verbliebenen rund 500 Mitarbeiter müssen allerdings zum Arbeitsamt. Flöther teilte am Dienstag mit, Sovello werde ab 27. August seine Produktion vorerst ruhen lassen und den Mitarbeitern kündigen.

Der größte Teil von ihnen werde ab September freigestellt. "Eine Fortsetzung der Produktion würde nur zu noch mehr Verlusten führen, eine Rettung des Unternehmens wäre dann nicht mehr zu schaffen", betonte Flöther. Er kündigte an, die Investorengespräche fortzusetzen, dämpfte aber die Erwartungen: Angesichts der angespannten Lage der Solarbranche sei die Investorensuche schwierig.

Sovello, früher im Anteilsbesitz des inzwischen ebenfalls insolventen Solarkonzerns Q-Cells und der norwegischen Renewable Energy, hatte Mitte Mai seine Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Das Unternehmen, das inzwischen dem Finanzinvestors Ventizz gehört, strebte zunächst eine Sanierung in Eigenregie an, bei der das bisherige Management am Ruder geblieben wäre.

In den zweieinhalb Monaten bis zur Insolvenzeröffnung hatte sich die Situation jedoch so verschlechtert, dass das zuständige Amtsgericht eine Fortsetzung der Eigenverwaltung ablehnte und Flöther als Insolvenzverwalter einsetzte.

Die Einrichtung einer Transfergesellschaft für die 500 bereits entlassenen Mitarbeiter aus dem sogenannten Solarvalley in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) wurde wegen fehlender Mittel Anfang August vom Gläubigerausschuss abgelehnt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Woher stammen diese Zahlen? Bitte genaue Quellenangaben! Nach mehr als 25 Jahren können Menschen auch aus ganz natürlichen Gründen oder anderen Gründen verstorben sein. Diese Zahlen widersprechen denen bekannt vertrauenswürdiger Quellen wie z.B. der von der WHO und anderen Gesundheitsorganisationen veröffentlichten. Man sollte doch so fair sein und seine politische Haltung nicht mit selbsterdachten Zahlen unterstützen.

  • Das ist an Zynismus und Menschenverachtung kaum zu überbieten!

  • Tschernobyl:
    nach russischen Angaben mehr als 90 Prozent der Liquidatoren Invaliden
    mindestens 747.000 schwerkranke Menschen".
    Bereits 2005 seien bis zu 125.000 Liquidatoren gestorben.
    Allerdings gehen die Organisationen von 830.000 Aufräumarbeitern aus -
    deutlich mehr als andere Quellen angeben.
    Besonders belastet sollen außerdem 350.000 Evakuierte aus der 30-Kilometer-Zone
    und weiteren kontaminierten Gebieten sowie mehr als
    acht Millionen Menschen in Russland, Weißrussland und der Ukraine sein.
    Dazu kommen dann noch 600 Millionen Betroffene in Europa, die zwar in geringer strahlenbelasteten Zonen lebten, bei den beiden Organisationen
    aber nichtsdestotrotz als besonders strahlenbelastete Populationen aufgelistet werden.

    Fukushima Kosten bisher ca. 100 Mrd.
    "Sehr wahrscheinlich werden 120.000 Kinder aufgrund der Fukushima-Katastrophen Schilddrüsenknoten bekommen und mit einem hohen Krebsrisiko leben müssen",
    meinte Uhrig.
    Klar, Atomenergie ist ungefährlich!




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