Insolventer Baukonzern
Mehr als die Hälfte der deutschen Alpine-Jobs gerettet

Nach der Pleite des österreichischen Baukonzerns Alpine bleiben mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland erhalten. Teile des Unternehmens werden verkauft, manche Sparten aber abgewickelt.
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EchingDie deutsche Tochter der österreichischen Alpine Bau GmbH kann unabhängig von der Pleite des Mutterkonzerns in Teilen weitermachen. Für den Kraftwerksbau und für einige Auslandsprojekte habe man Käufer gefunden, teilte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Montag mit. Dabei würden auch 730 der insgesamt 1250 Mitarbeiter übernommen, den übrigen würden Stellen in einer Transfergesellschaft angeboten, um dort vermittelt oder fortgebildet zu werden. Arbeitslos würden nur Mitarbeiter, die nicht wechseln wollten.

Weitere Sparten fanden aber keine Käufer und werden abgewickelt. Laufende Bauprojekte würden entweder noch abgearbeitet oder seien bereits neu ausgeschrieben worden. Die österreichische Mutter hatte weniger Glück, das Unternehmen musste endgültig aufgeben. Das Aus der Alpine Bau GmbH in Österreich ist allerdings unabhängig von der deutschen Tochterfirma gewesen. Die Alpine Deutschland AG ist eine eigenständige Gesellschaft mit Sitz in Eching bei München.

„Wir sahen trotz aller Schwierigkeiten die Chance, in Deutschland eine andere Lösung erreichen zu können“, sagte Geiwitz. Dies sei gelungen. Bis wann das zum 1. September vom Amtsgericht Landshut eröffnete Insolvenzverfahren abgeschlossen sein werde, lasse sich nicht absehen. Noch gebe es viele „aufzuarbeitende und klärungsbedürftige Sachverhalte aus der Vergangenheit, die einer eingehenden umfangreichen Überprüfung bedürfen“, sagte der Insolvenzverwalter. Gläubiger könnten nun ihre Forderungen bei ihm anmelden, teilte Geiwitz mit.

Die österreichische Alpine Bau GmbH war nach der Strabag Österreichs größter Baukonzern. Das Unternehmen baute unter anderem die Münchner Allianz-Arena.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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