Insolventer US-Autozulieferer
Finanzinvestor prüft Kauf von Delphi

Die US-Beteiligungsgesellschaft Ripplewood bereitet laut "Wall Street Journal" ein mögliches Übernahmeangebot für den unter US-Gläubigerschutz stehenden Autozulieferer Delphi vor.

dpa-afx FRANKFURT. Ripplewood prüfe sowohl eine Komplettübernahme als auch die Alternative, lediglich Teile des Delphi-Konzerns herauszukaufen, berichtet die Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Kreise.

Ein Gebot für den Gesamtkonzern Delphi würde den Kreisen zufolge die Summe von zehn Mrd. Dollar voraussichtlich deutlich übersteigen. Der gesamte Unternehmenswert auf Basis von Aktien und Anleihen werde auf 13 bis 14 Mrd. Dollar geschätzt. Voraussetzung dafür sei, dass Delphi, eine frühere General Motors-Tochter (GM) , nicht mehr unter Gläubigerschutz stehe.

Die Federführung bei den Übernahmeplänen habe Ripplewood-Partner Thomas Stallkamp, ein früherer Chrysler-Manager. Bisherigen Angaben zufolge will der Hedge Fund Appaloosa Management seinen Anteil von neun Prozent an Delphi signifikant aufstocken. Auch die Private-Equity-Gesellschaft Cerberus Capital Management ist demnach an Delphi interessiert. Ein Ergebnis wird laut "WSJ" nicht vor Mitte November erwartet, da Delphi früheren Äußerungen zufolge bis 8. November eine Einigung mit den Gewerkschaften und GM anstrebe.

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