Insolvenz angemeldet - Aktie bricht ein
Trauriger September für November

Die in Erlangen ansässige November AG hat Insolvenz beantragt. Als Gründe nannte das Unternehmen ausbleibende Vertriebserfolge. Die Aktienkurs der Technologieholding ging darauf auf Talfahrt.

HB FRANKFURT. Wegen Überschuldung und drohende Zahlungsunfähigkeit sei der Schritt notwendig, teilte die Firma am Dienstag mit. Wie aus dem Umfeld des auf Bio- und Nanotechnologie spezialisierten Unternehmens verlautete, ist die nötige Wertberichtigung für ein Vier-Millionen-Euro-Darlehen an das verbundene Unternehmen Responsif Ursache für die finanzielle Schieflage der November AG. Responsif entwickelt individuelle Krebstherapien und hatte zuletzt Anstrengungen unternommen, seine Finanzierung auf neue Beine zu stellen.

Der Kurs der im Prime Standard notierten Aktie brach um mehr als 60 Prozent auf 37 Cent ein und rutschte damit auf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn.

Im ersten Halbjahr hatte November einen Betriebsverlust von 2,5 Mill. Euro verbucht bei einem Umsatz von fast vier Mill. Euro. Hintergrund waren ausbleibende Geschäfte der Tochter Identif, die auf Nanotechnologie und Gentechnik basierende Sicherheitsprodukte gegen Markenpiraterie anbietet. Im August war das Unternehmen noch davon ausgegangen, mit einem Sanierungsprogramm die Wende zu schaffen.

Das 1996 gegründete Unternehmen beschäftigte zum Ende des ersten Halbjahres rund 70 Mitarbeiter.

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