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Insolvenz: Autozulieferer Kittel muss Betrieb einstellen

Der insolvente Autozulieferer Kittel Supplier muss seinen Betrieb einstellen. Rund 500 Mitarbeiter verlieren damit ihren Arbeitsplatz, wie Insolvenzverwalter Stephan Ammann am Dienstag mitteilte.

HB MÜNCHEN. Es gebe keine Transfergesellschaft, ein Sozialplan werde im Rahmen der Insolvenzordnung erstellt. Die beiden Werke in Eching bei München und Untermarchenbach, wo Kittel Blenden und Metallleisten für die Autoindustrie fertigte, würden geschlossen.

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"Nachdem Daimler bereits im Vorfeld entschieden hatte, die Produktion zu einem anderen Lieferanten zu verlagern, sind nun auch die Verhandlungen gescheitert die das Ziel hatten, die Produktion für BMW am Standort Eching zu halten", erklärte Ammann.

Die Pleite bedroht auch die Augsburger Kittel-Mutter Wanderer Werke, zu der auch der Kuvertiermaschinenhersteller Boewe Systec gehört.

Wanderer hatte am Freitag mitgeteilt, das die Kittel-Lasten zu einem Verlust von mehr als der Hälfte des Eigenkapitals geführt hatten. Das Eigenkapital hatte Ende September noch 64 Millionen Euro betragen, die Eigenkapitalquote war auf zehn Prozent zusammengeschmolzen. Der Vorstand hatte angekündigt, sich auf die Suche nach einem Ausweg zu machen und zur gesetzlich vorgeschriebenen außerordentlich Hauptversammlung zu laden.

Bereits Ende vergangenen Jahrs hatte Wanderer, das einst zur Auto-Union, einem Vorläufer der heutigen Audi zählte, eine Beratungsfirma angeheuert, um die schwankende Finanzlage des Konzerns zu stabilisieren. Wenig später wechselt das Unternehmen auch seinen Chef aus.

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