Insolvenz
General Motors soll Saab in den Abgrund gestoßen haben

Der schwedische Autobauer Saab hat Insolvenz angemeldet - und ein Totengräber ist bereits ausgemacht. Die einstige Mutter General Motors soll Saab letztlich ins Aus bugsiert haben.
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Stockholm/KopenhagenDas Aus für Saab hat Branchenkenner alles andere als überrascht, aber eine Hauptperson kurz vor Weihnachten offenbar doch unvorbereitet getroffen. „Ich bin verzweifelt und zornig“, rief der bisherige Eigner und Konzernchef Victor Muller am Freitag dem Lokalreporter von „ttela“ in Trollhättan auf dem Weg zum Konkursrichter zu.

Muller machte den früheren Saab-Eigner General Motors (GM) als „Totengräber“ aus: Mit dem Nein von GM am Wochenende zu Produktionslizenzen für die Ex-Tochter sei der chinesische Youngman-Konzern verjagt worden, der einen Neustart im schwedischen Trollhättan samt Expansion in Fernost finanzieren wollte.

GM hatte am Wochenende erklärt, man könne keinen der bisher vorgeschlagenen Rettungspläne unterstützen. Der US-Konzern beliefert Saab mit Teilen und befürchtet die illegale Weitergabe von Technologie durch die Chinesen.

Der Niederländer Muller blieb mit seinem Fluchen indes allein. Nach knapp zwei Jahren unter Mullers Führung mit immer neuen Plänen und potenziellen Partnern, aber ohne konkrete Ergebnisse und vor allem ohne Einnahmen erstaunte die Experten eher, wie lange immer neue Versprechungen ohne Folgen die Gläubiger zum Stillhalten gebracht haben.

Saab-Arbeiter Mattias Larsson sagte im Rundfunksender SR: „So richtig überraschend ist das Ende ja nun nicht gekommen.“ Larsson wartet wie alle Saab-Beschäftigten seit Ende November auf seinen Lohn für den Weihnachtsmonat.

Der Chef des Saab-Eigentümers hatte am Montag beim Distriktgericht Vänersborg den Insolventantrag eingereicht. Swedish Automobile erklärte, das niederländische Unternehmen habe sich zu diesem Schritt entschieden, nachdem der vorherige Saab-Besitzer General Motors (GM) am Samstag alle Rettungspläne für den angeschlagenen Autohersteller zurückgewiesen hatte. Es werde erwartet, dass das Gericht dem Insolvenzantrag zustimmt.

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  • Damit bestärken sie aber den geringen Einfluß der Stromkosten auf die Insolvenz. Opel gibts noch, Saab ist Pleite.

  • Als langjähriger SAAB Fahrer bedaure ich diesen Entwicklung außerordentlich.
    Der Verantwortlicher in der Produktstrategie und "Beerdiger" aufgrund der Lizenzvorbehalte ist GM.
    Entsprechend werde ich meine zukünftigen Kaufentscheide treffen.

  • Das mit den Energiekosten ist kein Blödsinn. In Schweden kostete z. B für Saab die kw/h nur ca 2,5 cent. Zu diesem Tarif bekommt in Deutschland kein Unternehmen mehr Strom. Die Industrie zahlt heute in Deutschland zwischen 6 und 8 cent pro KW/h und liegt damit bereits heute an der Spitze in Europa. Also erst recherchieren und dann schreiben.

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