Insolvenz
Gläubiger melden Ansprüche bei P+S Werften an

Rund 2000 Gläubiger haben Forderungen bei den P+S Werften angemeldet. Laut Insolvenzverwalter gingen allein am Freitag 300 Ansprüche ein. Zu den Gläubigern gehört auch zwei Ministerien Mecklenburg-Vorpommerns.
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Schwerin/StralsundNach der Pleite der P+S-Werften in Mecklenburg-Vorpommern sind beim Insolvenzverwalter bis zum Freitag rund 2000 Gläubigerforderungen eingegangen. Die Frist für die Anmeldung der Forderungen sollte am Abend ablaufen. Allein am letzten Tag wurde der Eingang von 300 Ansprüchen registriert, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters der dpa sagte. Das Land rechnet mit hohen Verlusten. Die P+S-Werften hatten im August Insolvenz angemeldet.

Das Wirtschaftsministerium macht Forderungen über 117 Millionen für ein Darlehen und die Rettungsbeihilfe geltend, wie ein Sprecher am Freitag auf dpa-Anfrage sagte. Das Finanzministerium sieht sich mit einem maximalen Ausfallrisiko in Höhe von 219,7 Millionen Euro konfrontiert: 118,5 für den Kredit-Bürgschaftsrahmen, den das Land gegenüber Banken gewährt hatte, sowie 101,2 Millionen für Kautionsversicherungen, mit denen die Anzahlungen von Bestellern abgesichert wurden. Auch diese Summen wurden bei der Insolvenzverwaltung angemeldet.

„Wir gehen davon aus, dass die Maximalausfälle nicht eintreffen werden“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. So sei der 326 Millionen Euro große Bürgschaftsrahmen, den Land und Bund dem Unternehmen gewährt hatten, nicht in voller Höhe ausgeschöpft worden. Fest steht aber bereits jetzt, dass das Land ans Gesparte muss.

Den Gläubigern kann nur das ausgezahlt werden, was aus der Insolvenzmasse heraus zu Geld gemacht werden kann. Zu ihnen gehören Banken wie die Nord LB, Versicherungen, Land, Bund, diverse Zulieferer, Dienstleister, aber auch Mitarbeiter. Für den 17. Januar 2013 hat das Insolvenzgericht die Gläubigerversammlung anberaumt.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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