Insolvenz
Kampa führt erste Vorgespräche mit Investoren

Nach der Pleite des Fertighaus- Herstellers Kampa laufen erste Vorgespräche mit möglichen Interessenten. „Derzeit gibt es zumindest zwei ernstzunehmende deutsche Investoren“, sagte der Heidelberger Anwalt und vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schreiber.

HB HEIDELBERG/MINDEN. Namen nannte Schreiber nicht. Parallel zu ersten Sondierungen ist der Rechtsanwalt derzeit nach eigenen Angaben intensiv damit beschäftigt, die Zahlungsunfähigkeit der Firma aus Minden zu überwinden. Kampa hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet.

Die finanzielle Lage bei Kampa stelle sich „äußerst schwierig“ dar, sagte Schreiber. So habe man zunächst in den ersten Tagen seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am Amtsgericht Aalen (Baden- Württemberg) alle zur Verfügung stehenden Geldmittel eingesetzt, um die Produktion möglichst bald wieder aufnehmen zu können. Trotzdem sei er aber „angenehm überrascht“, da das Unternehmen nach der ersten Prüfung der noch ausstehenden Verbindlichkeiten „voraussichtlich“ nicht überschuldet sei. Dies könne sich jedoch erfahrungsgemäß bei allem Optimismus auch „schnell ins Gegenteil verkehren“.

Grundsätzlich sei die Organisation des Insolvenzverfahrens bei Kampa kompliziert, weil das Unternehmen nicht nur einen Standort habe. Hinzu komme, dass der in Schweden ansässige bisherige Hauptinvestor Triton nur schwer erreichbar sei. „Es gibt derzeit noch viele offene Baustellen“, sagte Schreiber.

Normalerweise habe er als vorläufiger Insolvenzverwalter zumeist Kontakt mit Lieferanten, Banken und Behörden. Bei Kampa müssten aber auch die Sorgen der „Häuslebauer“ ernst genommen werden, die von der Insolvenz des Traditionsunternehmens betroffen seien. „Hier gibt es viele Ängste, die schnellstens beruhigt werden müssen“, betonte der Jurist, der 2002 bereits die Konsolidierung bei der insolventen Hornitex-Gruppe aus Horn-Bad Meinberg bei Bielefeld zu verantworten hatte.

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