Insolvenz
Wadan-Transfergesellschaften starten Arbeit

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die Wadan-Werften Ende vergangener Woche haben die beiden Transfergesellschaften am Montag ihre Arbeit aufgenommen. Noch bleiben aber viele Fragen offen.

HB ROSTOCK/WISMAR. In Wismar waren nach Auskunft von Betriebsrätin Ines Scheel 189 Schiffbauer mit "Übergangsarbeiten" wie der Wartung und Sicherung von Anlagen beschäftigt. "Nur unsere 87 Azubis und die Lehrmeister machen normal weiter", sagte sie der dpa. Ablauf und Inhalte der Fortbildungen für die insgesamt 2500 Wadan-Mitarbeiter würden derzeit diskutiert.

Während der mindestens fünfmonatigen Überbrückungsphase erhalten die Wadan-Beschäftigten 70 bis 80 Prozent ihres letzten Gehalts. Den Großteil der Finanzierung übernimmt die Bundesagentur für Arbeit, das Land Mecklenburg-Vorpommern zahlt für die Auffanggesellschaften an beiden Wadan-Standorten Zuschüsse von mehr als 20 Mio. Euro.

Beim Amtsgericht Rostock ging unterdessen der erste Insolvenzantrag eines Unternehmens ein, das durch Wadan mit in den Abwärtsstrudel der krisengeplagten Schiffbaubranche geraten ist. Ein Personaldienstleister, der Leiharbeiter an die Werften vermittelte, habe sich ebenfalls für zahlungsunfähig erklären müssen, sagte Gerichtsdirektor Peter Hefner der dpa. "Die hatten große Außenstände bei Wadan, die sie am Ende nicht mehr rein bekamen."

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