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Insolvenzgefahr dementiert: Pfleiderer löst mit hohen Verlusten Panik aus

Hohe Verluste, drückende Schulden und die Banken im Nacken: Aktionäre des angeschlagenen Holzverarbeiters Pfleiderer sind am Donnerstag regelrecht in Panik geraten – und haben für den größten Kurssturz in der Geschichte des bayerischen Unternehmens gesorgt.

Pfleiderer-Mitarbeiter an einer Laminatpresse: Der Holzverarbeiter steckt in ernsthaften Schwierigkeiten. Quelle: dpa
Pfleiderer-Mitarbeiter an einer Laminatpresse: Der Holzverarbeiter steckt in ernsthaften Schwierigkeiten. Quelle: dpa

HB MÜNCHEN. Die Konjunkturerholung geht bisher fast gänzlich an Pfleiderer vorbei. Im dritten Quartal stieg der Nettoverlust auf 31,5 Mio. Euro von 21,8 Mio. im Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Minus von gut 21 Mio. Euro gerechnet. Auch im Gesamtjahr rechnet das Management mit roten Zahlen. Vorstandschef Hans Overdiek zog zudem seine Prognose zurück, dass es 2011 wieder einen Nettogewinn geben werde. Ein möglicher Überschuss hänge stark an der Entwicklung in Nordamerika - die zuletzt enttäuschte.

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Das Unternehmen wollte nicht ausschließen, dass die mit den Banken vereinbarten Kreditbedingungen in Zukunft wieder gebrochen werden könnten. "Dies würde zu einer Verteuerung oder gar Fälligstellung der Kreditlinien führen", hieß es im Quartalsbericht. Neue Verhandlungen, die in der Vergangenheit sehr zäh waren, stünden dann an. Pfleiderer geht jedoch davon aus, dass auch im Extremfall eine Fortsetzung der Finanzierung mit den Banken vereinbart werden kann.

Damit besänftigte er die Anleger aber nicht. Diese haben ihre Aktien in Massen auf den Markt geworfen. Pfleiderer-Papiere brachen zeitweise um fast ein Drittel auf 2,14 Euro ein.

"Wir sind definitiv nicht insolvenzgefährdet", beteuerte Overdiek vor Journalisten. Die Verschuldung von 915 Mio. Euro sei aber zu hoch und müsse sinken. Pfleiderer werde ohne Tabus nach Einsparungen suchen. Weitere Kostensenkungen seien in Vorbereitung. "Wir werden alles unternehmen, um wieder auskömmliche Margen zu erzielen." Details wurden nicht genannt.

  • 11.11.2010, 15:46 UhrAnonymer Benutzer: mfgreinhard

    Da wir wegen einer hysterischen Klimapolitik jetzt vorzugsweise Holz und Getreide hochsubventioniert verbrennen, werden immer mehr wertvolle Arbeitsplätze
    verschwinden.

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