_

Insolvenzgericht: Saab-Zwangsverwalter darf nicht aufgeben

Saab-Zwangsverwalter Guy Lofalk muss den schwedischen Autobauer weiter führen, obwohl er nicht mehr an die Rettung glaubt. Dazu hat ihn das zuständige Insolvenzgericht verdonnert.

Der Saab-Zwangsverwalter muss weitermachen. Quelle: dpa
Der Saab-Zwangsverwalter muss weitermachen. Quelle: dpa

StockholmIn dem erbitterten Streit zwischen dem schwedischen Autobauer Saab und seinem Zwangsverwalter Guy Lofalk hat nun das zuständige Insolvenzgericht ein Machtwort gesprochen. Die Behörde verdonnerte Lofalk am Freitag dazu, die unter Gläubigerschutz arbeitende Traditionsmarke weiter zu führen.

Anzeige

Saab und Lofalk hatten das Gericht vor einigen Tagen gebeten, die Zusammenarbeit wegen unüberbrückbarer Differenzen aufzukündigen. Lofalk sieht keinen Sinn mehr in der Rettung Saabs, während der Autobauer immer noch an ein Überleben nach einer Restrukturierung glaubt. Das Gericht fand trotzdem nicht genügend Gründe, Lofalk zu entlassen.

Bereits am Montag muss das Gericht in Vanersborg darüber entscheiden, ob Saab weiter unter Gläubigerschutz arbeiten kann und damit eine Sanierung möglich ist. Saab hatte am Dienstag in letzter Minute eine Zahlung von dem chinesischen Investor Zhejiang Youngman Lotus Automobile erhalten. Seit Anfang vergangenen Jahres bewegt sich der Autobauer am Rande des Abgrunds. Seit September steht die Firma unter Gläubigerschutz.

Die frühere Saab-Mutter General Motors, die noch Lizenzen für Saab-Technik besitzt, hatte sich zuletzt gegen den Einstieg chinesischer Investoren ausgesprochen und damit eine Rettung verhindert. Die Autoproduktion steht seit mehreren Monaten still, weil Gehälter und Rechnungen nicht bezahlt wurden.

  • Die aktuellen Top-Themen
Deutsche-Bank-Chef: Ackermanns einsamer Abgang

Ackermanns einsamer Abgang

Wie kaum ein anderer hat Josef Ackermann das Bild der Deutschen Bank in der Öffentlichkeit geprägt. Jetzt muss der Schweizer der neuen Doppelspitze Jain/Fitschen weichen. Doch der Führungswechsel hat Spuren hinterlassen.

Volkswagen: VW in Chinas wildem Westen

VW in Chinas wildem Westen

Chinas Westen glänzt mit Wachstumsraten. VW will hier jährlich 50.000 Autos produzieren. Der Aufschwung soll soziale Konflikte lindern. Damit gerät VW allerdings zwischen die Fronten eines ethnischen Konflikts.

Übernahmekarussell: Deutsche Wohnen kauft milliardenschweres Wohnungspaket

Deutsche Wohnen kauft milliardenschweres Wohnungspaket

Mit dem Kauf von fast 24.000 Wohnungen stemmt die Deutsche Wohnen als vierter Immobilienkonzern in diesem Jahr eine milliardenschwere Übernahme in Deutschland. Der Bestand des Konzern wächst damit um fast die Hälfte.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.