Insolvenzverfahren
60 Investoren haben Interesse an Märklin

Eine Insolvenz muss nicht das Ende eines Unternehmens bedeuten. Diese Binse wird bei Märklin offenbar aufs Eindrücklichste bestätigt. Rund 60 potenzielle Investoren haben bislang ihr Interesse an dem insolventen Göppinger Modellbahnhersteller Märklin angemeldet.

HB GÖPPINGEN. Die Gespräche mit möglichen Übernahmekandidaten seien mittlerweile auf frühestens Mai verschoben worden, sagte eine Sprecherin des vorläufigen Insolvenzverwalters Michael Pluta. Zunächst müsse Pluta bis Ende März das Insolvenzgutachten beim Amtsgericht Göppingen vorlegen.

Als möglicher Investor brachte sich auch der ehemalige Marketingchef von Märklin ins Gespräch. Er habe von einer internationalen Investorgruppe den Auftrag erhalten, sich um die Übernahme zu bemühen, teilte Lutz Gisbert, Chef der Paderborner Marktentwicklungsagentur Plan B, auf seiner Internetseite mit und bestätigte damit einen Bericht der „Südwest Presse“. Es stehe ein großer zweistelliger Millionenbetrag für die mögliche Übernahme zur Verfügung, sagte er der dpa.

Das Traditionsunternehmen Märklin hatte Anfang Februar Insolvenz angemeldet. Betroffen davon sind derzeit nur die deutschen Standorte. Märklin beschäftigt nach eigenen Angaben insgesamt 1300 Menschen, in Deutschland sind es rund 650 Beschäftigte in Göppingen und 60 Mitarbeiter in Nürnberg. Das Nürnberger Werk soll allerdings geschlossen werden. Ob die Mitarbeiter entlassen werden und wann das Werk geschlossen wird, steht noch nicht fest.

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