Insolvenzverfahren
Russen wollen Wadan-Werften retten

Die russischen Eigentümer der Wadan-Werften haben die Hoffnung auf eine Rettung der insolventen Firmen nicht aufgegeben. Der Unternehmer Andrej Burlakow arbeite mit Hochdruck an der Beschaffung frischer Finanzmittel sowie neuen Aufträgen für die Werften. Eine Pleite der Werften könnte zu einem Flächenbrand in Mecklenburg-Vorpommern werden.

FRANKFURT. Burlakow ist an der Investmentgesellschaft FLC West beteiligt, die über eine Dachholding 70 Prozent der beiden ostdeutschen Werften kontrolliert. Er hält zudem direkt einen Anteil von 30 Prozent, den er kürzlich vom Werftenkonzern STX Europe erworben hatte.

Ziel der Gespräche mit möglichen Finanziers sei es, den beiden Werften mit zusammen 2 500 Beschäftigten eine Zukunft zu geben. Auch werde weiter mit dem russischen Gaskonzern Gazprom über den Bau von Eisbrechern und Spezialsschiffen für die Gasförderung auf dem Meer verhandelt, heißt es. Bis wann die Aufträge abgeschlossen werden könnten, wurde im Umfeld von Burlakow nicht erläutert.

Dabei drängt die Zeit: Am Samstag hatte das Amtsgericht Schwerin das Insolvenzverfahren für die in Wismar und Rostock-Warnemünde angesiedelten Werften eröffnet. Für die Mitarbeiter der Schiffsbauer werden nun Transfergesellschaften gegründet. In den kommenden fünf Monaten erhalten sie nun Transferkurzarbeitergeld, das 70 Prozent des früheren Lohns ausmacht.

In diesem Zeitraum fahndet Insolvenzverwalter Marc Odebracht nach Interessenten für die beiden Werften. Er äußerte sich „vorsichtig optimistisch“, für beide Standorte Käufer zu finden. Angeblich haben sich schon mögliche Investoren gemeldet, zu deren Identität Odebracht keine Angaben machte.

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