Insolvenzverwalter verhandelt mit vier Interessenten
Alpine bewirbt sich um Teile von Walter Bau

Der Verkauf zumindest von Teilen der insolventen Walter Bau geht in die heiße Phase: Der österreichische Baukonzern Alpine zeigt jetzt offenbar Interesse. „Alpine gehört zu den vier ernsthaften Bewerbern“, hieß es in mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen.

HB MÜNCHEN. Die Österreicher hatten zuletzt besonders in Bayern für Furore gesorgt und Walter bei Prestigeprojekten quasi vor der Haustür ausgestochen. So baut Alpine das neue Fußballstadion Allianz Arena und kam bei der Pinakothek der Moderne sowie bei der Edeleinkaufsmeile „Fünf Höfe“ zum Zuge. Alpine war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Daneben sollen auch der österreichische Baukonzern Strabag, sowie Bilfinger Berger und Züblin zu den Interessenten gehören, mit denen am Wochenende verhandelt wurde. Insgesamt geht es bei den profitablen Teilen um die Übernahme eines Bauvolumens von 1,5 Mrd. Euro, was zwei Dritteln der Leistung von Walter Bau entspricht. Im einzelnen sind das Straßenbau, Dywidag Systems International und Teile des Ingenieurbaus. Alle Interessenten prüfen derzeit die Bücher. In den nächsten Tagen sollen sie dem Insolvenzverwalter Werner Schneider ihre Finanzierungen vorlegen. Der Zeitdruck ist groß. Pro Woche verliert der Konzern rund 15 Mill. Euro.

Anfang Februar hatte die Dachgesellschaft Walter Bau AG mit rund 4 000 Beschäftigten Insolvenzantrag gestellt, nachdem die Verhandlungen über eine Rettung mit den 27 Banken gescheitert waren.

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