Integration des Stromproduzenten OGK-4 macht Probleme
Eon hat Ärger in Russland

Der Eon-Konzern stößt bei seinem im vergangenen Jahr gefeierten Einstieg in Russlands Strommarkt auf ernste Probleme. Deutschlands größter Energiekonzern hat Ärger mit dem Management der neuen Tochter. Zudem werden die Perspektiven der Gesellschaft nach Informationen des Handelsblatts in Konzernkreisen inzwischen zunehmend kritisch gesehen.

juf/mjh/tom DÜSSELDORF/MOSKAU. Der für 4,6 Mrd. Euro gekaufte Stromerzeuger OGK-4 hat immerhin zwei Drittel des Börsenwerts verloren. Eon selbst räumt zwar Probleme mit der Integration ein, hält die Prognosen für sein Russland-Engagement aber aufrecht. Eon hatte sich im September 2007 bei der Privatisierung der russischen Stromwirtschaft einen der größten Produzenten, OGK-4, gesichert. Eon-Chef Wulf Bernotat feierte die Übernahme des Unternehmens, das fünf Kraftwerke in Zentralrussland, der Uralregion und Westsibirien betreibt, als Einstieg in einen Wachstumsmarkt. Die Anlagen haben eine Leistung von 8600 Megawatt und einen Marktanteil von rund sechs Prozent.

Jetzt wechselte Eon den Generaldirektor der Tochter, Andrej Kitaschew, und einen seiner Stellvertreter aus. In den kommenden Wochen sollen zwei weitere Stellvertreter gehen. In Konzernkreisen wurde dies mit „fragwürdigem Verhalten“ begründet. Zum einen soll das Management nicht wie gewünscht mitgezogen haben. Zum anderen soll es zu Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen gekommen sein.

„Die Regeltreue genügte nicht in allen Fällen unseren Standards. Wir wollen da in Russland keine Ausnahme machen und sehen deshalb an einigen Stellen Handlungsbedarf“, räumt der zuständige Konzernvorstand Lutz Feldmann ein. Eon habe im Sinne einer erfolgreichen Integration zunächst bewusst auf das alte Management gesetzt.

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