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Intercell: Impfstoffhersteller dämmt Verlust ein

Der Wiener Impfstoffhersteller Intercell hat dank eines rigiden Sparkurses seinen Quartalsverlust eingedämmt.

Ein Labor von Intercell. Quelle: Pressefoto Intercell
Ein Labor von Intercell. Quelle: Pressefoto Intercell

WienVon Juli bis September stand unter dem Strich ein Minus von 7,8 Millionen Euro nach einem Verlust von 27,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit schnitt Intercell besser ab als von Analysten erwartet.

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Nach einer Serie von massiven Rückschlägen bei der Entwicklung neuer Medikamente hatte Anfang Mai das bisherige Vorstandsmitglied Thomas Lingelbach die Unternehmensführung übernommen. Er baut im Zuge eines Sparkurs Stellen ab und dämmt die kostspielige Forschung und Entwicklung ein.

Für 2011 geht Intercell weiterhin von einem Nettoverlust zwischen 30 und 40 Millionen Euro aus. Die Erlöse des einzigen am Markt befindlichen Produkts Ixiaro - ein Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Japanische Enzephalitis - will die Firma um 60 bis 70 Prozent steigern. In den ersten neun Monaten stiegen sie um 65 Prozent auf über 15 Millionen Euro.

Angesichts der schweren Unternehmenskrise hatte Lingelbach Intercell öffentlich zum Verkauf gestellt - bislang aber von einem solchen Schritt Abstand genommen. Per Ende September hatte die Wiener Firma noch liquide Mittel von knapp 69 Millionen Euro zur Verfügung - bis Jahresende sollen es früheren Angaben zufolge nicht weniger als 50 Millionen Euro sein.

Um die Finanzierung und somit das Überleben von Intercell zu sichern, ist Lingelbach auf der Suche nach Partnern, die Interesse an der Impfstofftechnologie von Intercell haben, und dafür Lizenzen erwerben. Bislang hat das Unternehmen solche Vereinbarungen etwa mit seinem Großaktionär Novartis .

An der Börse hat der Kurs des neuen Konzernlenkers noch nicht überzeugt - die Intercell-Aktie war zuletzt knapp zwei Euro wert.

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