Interesse am A380 bleibt bestehen
BA-Chef Walsh macht Airbus Mut

Die Probleme bei Airbus haben das Interesse von British Airways am Großraumflugzeug A380 und der geplanten Langstreckenmaschine A350 nicht geschmälert.

HB LONDON. „Die Chancen, dass wir A380 kaufen, sind überhaupt nicht gesunken“, sagte Willie Walsh, Chef von British Airways (BA), dem Handelsblatt in London. „Ich habe absolut keinen Zweifel, dass EADS die Probleme bei dem Projekt lösen wird“, fügte er am Rande der Vorstellung der neuen Business-Klasse von BA hinzu. Mit der neuen „Club World“ kontert BA die Angriffe neuer Konkurrenten auf dem lukrativen Markt für Geschäftsreisende.

BA will in den kommenden Jahren seine Langstreckenflotte modernisieren und hat vor kurzem sowohl Airbus als auch Boeing um Angebote ersucht. Die ersten Offerten sollten bis Weihnachten vorliegen, sagte Walsh. BA fliegt bisher auf der Langstrecke nur Boeing-Jets.

„Es gibt gute Argumente für uns, einige A380 zu kaufen“, sagte Walsh weiter. Sie seien nicht als Ersatz für bestehende Flugzeuge zu sehen, sondern könnten auf bestimmten Strecken das Angebot vorteilhaft erweitern.Es sei auch ohne weiteres möglich, die A380 parallel zu großen Boeing-Jets zu betreiben. Man müsse allerdings mindestens zehn bis zwölf A380 haben, um das Modell effizient zu betreiben, sagte Walsh. Auch die Pläne für das Modell A350 finde er „sehr aufregend“.

Das Investitionsprogramm für den Kauf neuer Flugzeuge hat Walsh von einer Einigung mit der Belegschaft über Schritte zum Abbau der Defizite in der BA-Pensionskasse abhängig gemacht. Doch hier zeigte er sich gestern optimistisch. Trotz Protesten des Bordpersonals, das Walsh künftig bis zum Alter von 65 Jahren arbeiten lassen will, glaubt der streitbare BA-Chef an eine Einigung noch vor Jahresende. Die Pensionskasse ist mit umgerechnet mehr als drei Milliarden Euro im Minus.

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