Interlübke zeigt Side-Board mit TV-Lift
Möbelkäufer haben wieder Lust auf Luxus

„Der Luxus kehrt zurück“, freut sich Helmut Lübke, geschäftsführender Gesellschafter von Interlübke, einem Hersteller hochwertiger Möbel aus dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück. Der 69jährige verweist auf seine vollen Auftragsbücher und hofft, dass der positive Trend auch noch das ganze Jahr über anhalten wird.

RHEDA-WIEDENBRÜCK. Zu Jahresbeginn liegt der Auftragsbestand nach eigenen Angaben mit einem Wert von sieben Millionen Euro bereits gut 14 Prozent über dem des Vorjahres. Zufrieden wäre Lübke aber bereits, wenn der Umsatz des Unternehmens bis zum Jahreswechsel ein Plus von fünf Prozent erreichen würde und damit dann insgesamt bei knapp 47 Mill. Euro läge. Aussagen über die Ertragslage macht der Familienunternehmer traditionell nicht.

„Die Branche befindet sich wieder auf einem soliden Wachstumspfad“, bestätigt Verbandsgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas, der darauf setzt, dass die in Gang gekommene Möbelkonjunktur mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich zwei Prozent auch nicht durch die für 2007 geplante Mehrwertsteuererhöhung gebremst wird.

„Es wird zwar Vorzieheffekte geben, aber der Schwung wird ausreichen, die Steuererhöhung zu meistern“, ist Lübke überzeugt, der mit seinem 42-jährigen Sohn Leo jeweils 50 Prozent der Anteile an Interlübke hält. Im Gegenzug ist Senior Helmut Lübke an der vom Junior geführten ebenso exklusiven Sitzmöbelmarke Cor mit 50 Prozent beteiligt. Cor erlöste zuletzt etwa 32 Mill. Euro.

Aber auch wenn Sohn Leo „zu gegebener Zeit“ einmal den Vater bei Interlübke in der Firmenleitung ablösen sollte, sollen die Marken nach dem Willen des Seniors weiterhin strikt getrennt geführt werden. Man „werfe sich in der Formensprache zwar die Bälle zu“, vertrete aber grundsätzlich zwei unterschiedliche Design-Auffassungen, sagt Helmut Lübke. Cor konzentriert sich dabei ganz auf Polstermöbel, während Interlübke Schrank- und Regalsysteme sowie Schlafzimmer herstellt.

Initialzündung für Interlübke, 1937 von den Brüdern Hans und Leo Lübke als „Spezialfabrik für polierte Schlafzimmer“ gegründet, war die 1963 vom Designer Walter Müller des Schweizer Team Form gestaltete Schrankwand „Interlübke“, die heute noch als Modell „SL“ im Programm geführt wird. Das in neutralem Weiß gehaltene Schranksystem, bildete von Wand zu Wand eine einheitliche Fläche und wurde so schnell eine Alternative zum traditionellen Einzelschrank.

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